16 April 2026, 10:18

"Circle of Life"-Komponist verklagt Komiker wegen angeblicher Verleumdung

Schwarze und weiße Illustration einer Gruppe von Löwen in einer Dschungellandschaft mit üppigen Pflanzen und Bäumen, mit dem Text 'Der König der Löwen' unten.

"Circle of Life"-Komponist verklagt Komiker wegen angeblicher Verleumdung

Lebohang Morake, der Komponist hinter dem ikonischen "Circle of Life"-Gesang aus "Der König der Löwen", verklagt den Komiker Learnmore Jonasi wegen Verleumdung. In der Klage wird Jonasi vorgeworfen, durch seine Äußerungen über die Übersetzung des Liedes einen Schaden von über 20 Millionen US-Dollar verursacht zu haben. Jonasi, bekannt für seine Comedy-Auftritte, hatte die Filmtexte in der Vergangenheit bei öffentlichen Auftritten wiederholt verspottet.

Im Mittelpunkt des Streits steht Jonasis Übersetzung des Gesangs, der ursprünglich in Zulu und Xhosa verfasst wurde. In einer Podcast-Folge behauptete er, die Zeilen hätten die Bedeutung "Schaut, da ist ein Löwe. Oh mein Gott." Morake, der unter dem Künstlernamen Lebo M auftritt, wirft ihm vor, es handele sich um eine vorsätzliche Falschübersetzung, die sein Werk herabwürdige. Die offizielle Disney-Version lautet dagegen "Hoch lebe der König, wir alle verneigen uns vor dem König."

Morakes Klageschrift argumentiert, Jonasi habe seine Übersetzung als Tatsache dargestellt und nicht als Comedy – und könne sich daher nicht auf die Meinungsfreiheit als Satire-Schutz berufen. Zudem werde ihm vorgeworfen, Morakes geschäftliche Beziehungen, darunter die Zusammenarbeit mit Disney, geschädigt zu haben.

Jonasi reagierte mit dem Vorschlag, gemeinsam mit Morake ein Video zu drehen, um die Bedeutung des Liedes zu klären. Zudem teilte er die Klage auf Instagram, wo sie bereits über drei Millionen Mal aufgerufen wurde. Der Komiker, der bereits bei "America's Got Talent" auftrat, hatte "Der König der Löwen" in der Vergangenheit wiederholt in seinen Programmen kritisiert.

Morakes Anwälte fordern 7 Millionen US-Dollar Strafschadensersatz zusätzlich zu den behaupteten 20 Millionen Dollar Verlusten. Sie begründen dies damit, dass Jonasis Äußerungen Morakes beruflichen Ruf und Partnerschaften nachhaltig beeinträchtigt hätten. Das Gericht muss nun entscheiden, ob die Aussagen unter den Schutz der Meinungsfreiheit fallen – oder als Verleumdung zu werten sind.

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