Carney und Trump sprechen über Sicherheit – Handelskonflikt bleibt ungelöst
Julian KleinCarney und Trump sprechen über Sicherheit – Handelskonflikt bleibt ungelöst
Mark Carney führte am Mittwoch ein langes und konstruktives Telefonat mit US-Präsident Donald Trump. Das Gespräch behandelte vor allem Sicherheitsfragen wie die Rolle der NATO, die Lage im Iran und die allgemeine Entwicklung im Nahen Osten. Laut Carney wäre eine echte Einigung zwischen den beiden Ländern möglich gewesen, sofern sie den Interessen Kanadas gedient hätte. Er betonte jedoch, dass sein Land nicht bereit sei, ein ungünstiges Abkommen zu akzeptieren. Gleichzeitig erklärte er, Kanada könnte sofort ein schlechtes Abkommen unterzeichnen, falls es dies wünsche.
Der anhaltende Handelskonflikt sowie die Zukunft der Handelsgespräche zwischen Kanada, den USA und Mexiko wurden im Gespräch nicht thematisiert. Die Verhandlungen zu diesen Themen wurden auf einen späteren Zeitpunkt verschoben. US-Botschafter Pete Hoekstra bestätigte unterdessen, dass die beiden Länder noch weit von einer Einigung entfernt seien.
Carney unterstrich, dass ein Durchbruch von einer Übereinkunft zwischen Trump und ihm selbst abhänge. Kanadas Vorgehen basiert dabei auf der engen Zusammenarbeit mit Verhandlungsführern, Provinzregierungen und verschiedenen Interessensvertretern. Das Telefonat zeigte, dass beide Seiten in Sicherheitsfragen Fortschritte erzielen können, während Handelsfragen weiterhin offen bleiben. Eine Lösung des Konflikts hängt demnach von weiteren Gesprächen und Kompromissbereitschaft ab.
