Britische Regierung stoppt Verkauf eines Golfclubs an russischen Investor wegen Sicherheitsrisiken
Amelie FrankeBritische Regierung stoppt Verkauf eines Golfclubs an russischen Investor wegen Sicherheitsrisiken
Die britische Regierung hat einen Deal über 800.000 Pfund (rund 1,1 Millionen Dollar) blockiert, mit dem der russische Geschäftsmann Juri Schamaraj den Golfclub Grange-over-Sands im Lake District übernehmen wollte. Die Behörden griffen aus Sorge um die nationale Sicherheit ein – trotz der Beteuerungen des Käufers, von der sensiblen Lage des Geländes nichts gewusst zu haben.
Schamaraj, der einen britischen Pass besitzt und in der Schweiz lebt, hatte geplant, den finanziell angeschlagenen Club zu kaufen, um dessen Insolvenz abzuwenden. Als leidenschaftlicher Golfer war er von Nick Taylor, dem Sohn des ehemaligen Clubpräsidenten, angesprochen worden, um in das Anwesen zu investieren.
Der Golfplatz liegt in der Nähe einer Eisenbahnstrecke, die vom Schiffbaustandort des Rüstungskonzerns BAE Systems in Barrow-in-Furness genutzt wird, sowie des Atomlagers Sellafield. Die Behörden stuften die räumliche Nähe als zu riskant ein und stoppten den Verkauf – trotz des vergleichsweise geringen Kaufpreises.
Schamarajs Anwalt betonte, sein Mandant habe keine Kenntnis von den Verbindungen des Clubs zu Militär- und Atomstandorten gehabt. Seine Tochter Anastasia Schamaraj bestätigte später, dass der Kauf nach der Regierungsentscheidung aufgegeben worden sei.
Die blockierte Transaktion lässt die Zukunft des Grange-over-Sands Golf Clubs ungewiss. Der Fall unterstreicht die anhaltend strenge Prüfung ausländischer Investitionen in der Nähe kritischer britischer Infrastruktur. Schamarajs Versuch, den Club zu retten, ist damit ohne Lösung gescheitert.
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