Britische Grüne fordern 36 bezahlte Menstruationstage pro Jahr – ohne Attest
Elias KochBritische Grüne fordern 36 bezahlte Menstruationstage pro Jahr – ohne Attest
Ein Vorschlag der britischen Grünen hat eine Debatte ausgelöst: Arbeitgeber sollen Beschäftigten, die menstruieren, monatlich drei zusätzliche bezahlte Freitage gewähren. Die Initiative ist Teil des Parteiprogramms „Politik für eine nachhaltige Gesellschaft“ und zielt auf insgesamt 36 Tage Menstruationsurlaub pro Jahr ab.
Eingereicht wurde der Antrag von Allan McLeod, einem männlichen Parteimitglied, Gewerkschaftsvertreter und trans Aktivisten. Der Urlaub soll demnach ohne ärztliches Attest möglich sein und nicht als Krankheitstage gelten. Die Formulierung des Antrags ist geschlechtsneutral gehalten, um die Anspruchsberechtigung zu beschreiben.
Der Grünen-Vorsitzende Zack Polanski wirbt dafür, die Regelung als Teil der wirtschaftlichen Kompetenz der Partei zu verankern. Doch die praktische Umsetzung wirft Fragen auf – etwa, ob auch Männer, die sich als Frauen identifizieren, Anspruch auf die Zusatztage hätten.
Kritiker monieren zudem die mögliche finanzielle Belastung für Unternehmen, sollte das Vorhaben Realität werden. Der Vorschlag sieht 36 bezahlte Menstruationstage pro Jahr ohne Nachweispflicht vor und ist Teil der weiteren programmatischen Ziele der Grünen. Die Diskussion zeigt dabei sowohl Unterstützung für Arbeitnehmerrechte als auch Bedenken hinsichtlich der Wirtschaftskosten.
