Brendan Lemieux: Vom Schläger zum Star beim HC Davos – oder doch nicht?
Felix HoffmannBrendan Lemieux: Vom Schläger zum Star beim HC Davos – oder doch nicht?
Brendan Lemieux sorgt erneut für Schlagzeilen – diesmal wegen seiner starken Leistungen beim HC Davos. Der für seinen kompromisslosen Spielstil bekannte Stürmer wechselte im Dezember 2024 zu dem Schweizer Team, damals noch unter Kritik. Doch seine jüngste Form bringt die Meinungen nun zu seinen Gunsten in Schwung.
Lemieux kam mit einem umstrittenen Ruf nach Davos. In der NHL und AHL hatte er sich 62 Schlägereien und 924 Strafminuten eingehandelt, bei nur 74 Toren. Zu seinen Vorfällen zählt eine Fünf-Spiele-Sperre, nachdem er Brady Tkachuk während eines Kampfes in die Hand gebissen hatte. Sein Vater, Claude Lemieux, war ebenfalls als gefürchteter "Enforcer" bekannt – mit 2.306 Strafminuten und vier Stanley-Cup-Siegen.
Doch in Davos zeigt Lemieux eine andere Seite. In den letzten 15 Tagen erzielte er in drei Spielen vier Tore – bei nur vier Strafminuten. Seine verbesserte Disziplin und Treffsicherheit helfen dem Team, trotz Verletzungen wichtiger Spieler konkurrenzfähig zu bleiben.
Cheftrainer Josh Holden steht hinter Lemieux und bezeichnet ihn als wertvollen "Schmirgelpapier"-Spieler. Holden glaubt, dass dessen körperliche Präsenz und emotionale Intensität in den Playoffs entscheidend sein könnten. Doch am 3. April 2025 flammte die Kontroverse wieder auf: Lemieux schlug den Linienrichter Dominik Altmann während eines Playoff-Spiels und kassierte eine weitere Vier-Spiele-Sperre.
Lemieuxs Zeit in Davos ist eine Mischung aus Rehabilitation und Rückfällen. Seine jüngsten Leistungen deuten darauf hin, dass er mehr als nur Aggression einbringen kann. Doch seine letzte Sperre wirft die Frage auf, ob er seine Vergangenheit wirklich hinter sich lassen kann.






