Betrüger täuschen Rosreestr-Warnungen vor – so schützen sich Datscha-Besitzer
Felix HoffmannBetrüger täuschen Rosreestr-Warnungen vor – so schützen sich Datscha-Besitzer
Vor der Datscha-Saison: Betrüger zielen auf russische Grundbesitzer ab
Im Vorfeld der Datscha-Saison werden Grundstückseigentümer in Russland Opfer einer neuen Betrugsmasche. Kriminelle geben sich als Mitarbeiter von Rosreestr, dem föderalen Dienst für staatliche Registrierung, aus, um ihre Opfer zur Herausgabe von Geld und persönlichen Daten zu bewegen. Die Betrüger verschicken gefälschte Benachrichtigungen über angebliche Verstöße gegen Nutzungsbestimmungen für Grundstücke und fordern sofortige Zahlungen.
Die Masche beginnt mit falschen Warnmeldungen, in denen den Opfern vorgeworfen wird, gegen Landnutzungsvorschriften verstoßen zu haben. Diese Nachrichten, oft per SMS oder E-Mail versendet, imitieren offizielle Schreiben, entbehren jedoch jeder rechtlichen Legitimation. Rosreestr betont, dass echte behördliche Maßnahmen stets auf Grundlage formaler Prüfungen erfolgen und Eigentümern vorher angekündigt werden.
Anschließend setzen die Betrüger ihre Opfer unter Druck, eine „ermäßigte“ Strafe zu zahlen, um höhere Sanktionen zu vermeiden. Um die Zahlung abzuwickeln, verlangen sie einen per SMS zugesandten Bestätigungscode. Mit diesem Code dringen sie in das Gosuslugi-Konto des Opfers ein und greifen auf sensible Daten zu.
Die Behörden weisen darauf hin, dass echte Verwaltungsstrafen ausschließlich durch offizielle Bescheide verhängt werden. Diese müssen von einer autorisierten Person unterzeichnet und persönlich, per Einschreiben oder über die Gosuslugi-Plattform zugestellt werden. Die Nachrichtenagentur Chabarowsker Krai Heute berichtete erstmals über den Anstieg solcher Betrugsfälle, die besonders Besitzer von ländlichen und Ferienimmobilien treffen.
Die Betrüger nutzen die Dringlichkeit der angeblichen Strafen und das Vertrauen in behördliche Kommunikation aus. Grundbesitzer werden aufgefordert, verdächtige Nachrichten direkt bei Rosreestr oder über offizielle Kanäle zu überprüfen. Nur Zahlungen über autorisierte Methoden gelten als rechtmäßig – Bestätigungscodes sollten niemals an unbekannte Dritte weitergegeben werden.






