Bern-West: 84 Mieter erhalten Kündigung für Wohnungsmodernisierung mit 31 Millionen Franken Kosten
Elias KochBern-West: 84 Mieter erhalten Kündigung für Wohnungsmodernisierung mit 31 Millionen Franken Kosten
Die Stadt Bern hat Pläne zur Sanierung mehrerer veralteter Wohngebäude in Bern-West bekannt gegeben. Insgesamt wurden 84 Kündigungen ausgesprochen, die Mieter an vier Standorten betreffen. Das Projekt zielt darauf ab, den Wohnraum zu modernisieren, wird jedoch die Anzahl der verfügbaren Wohnungen verringern.
Die für die Sanierung vorgesehenen Gebäude stammen aus den 1940er- bis 1970er-Jahren. Betroffen sind die Adressen Zelgstrasse 18–22, Melchiorstrasse 9, Huberstrasse 18/20 sowie Looslistrasse 37/39. Nach Abschluss der Arbeiten sinkt die Zahl der Wohnungen von derzeit 84 auf 72, wobei ein Großteil als geförderter Wohnraum ausgewiesen wird.
Die Modernisierungsmaßnahmen umfassen neue Heizsysteme, Balkone und Solaranlagen. Zudem sind Barrierefreiheitsverbesserungen geplant. Die Gesamtkosten der Sanierung werden auf 31 Millionen Schweizer Franken geschätzt.
Aktuelle Mieter erhalten Vorrang bei den geförderten Wohnungen, sofern sie die Kriterien erfüllen. Die Stadt unterstützt betroffene Bewohner mit Beratung, Referenzschreiben und der Suche nach Alternativwohnungen. Die endgültige Entscheidung liegt jedoch beim Gemeinderat. Sollte das Parlament die Finanzierung ablehnen, werden alle Kündigungen zurückgenommen.
Bern verwaltet derzeit rund 2.500 städtische Wohnungen von insgesamt 80.000 im Stadtgebiet. Obwohl ihr Einfluss auf den gesamten Wohnungsmarkt begrenzt ist, wollen die Verantwortlichen dort Lücken schließen, wo der private Sektor versagt.
Das Sanierungsprojekt wird das Wohnen in Bern-West neu prägen: Die Zahl der Wohnungen nimmt ab, doch die Lebensqualität steigt. Betroffene Mieter erhalten Unterstützung, doch das Vorhaben steht noch unter dem Vorbehalt der finalen Genehmigung. Bei Bewilligung der Mittel werden energieeffiziente Systeme und eine bessere Barrierefreiheit in den Gebäuden eingeführt.






