30 March 2026, 14:21

Berliner Tafel kämpft mit Rekordnachfrage – wie Freiwillige helfen und Spenden sammeln

Orange Schübe mit Lebensmitteln wie Flaschen, Dosen und Kisten an einer Spendenstelle, mit Informationsschildern in der Nähe und einem Blick durch Glasfenster auf Außenfahrzeuge, Bäume, Gebäude und Himmel.

Berliner Tafel kämpft mit Rekordnachfrage – wie Freiwillige helfen und Spenden sammeln

Freiwillige in Berlin verstärken Einsatz für wachsende Zahl der Tafel-Nutzer

In einem Neuköllner Supermarkt sammeln Uschi, Anne und Marianne Spenden für die Berliner Tafel – Teil eines Netzwerks, das mittlerweile fast 94.000 Menschen monatlich versorgt. Die Nachfrage nach Lebensmittelhilfe ist seit der Pandemie und dem Krieg in der Ukraine stark gestiegen und hat die Ausgaben auf Rekordniveau getrieben.

Die Berliner Tafel verteilt jeden Monat rund 660 Tonnen Lebensmittel. Mit 48 Sammelstellen in der Stadt erreicht die Organisation Obdachlosenunterkünfte, Suppenküchen und bedürftige Familien. Im Hintergrund sorgen ein Logistikzentrum und 25 Lieferfahrzeuge für reibungslose Abläufe.

Unter den Ehrenamtlichen ist die 76-jährige Uschi, die seit 14 Jahren an der Ausgabestelle der Magdalenenkirche mitwirkt. Anne, mit 33 die Jüngste im Team, kombiniert ihr Engagement mit einer Vollzeitstelle in der Feinkostabteilung des KaDeWe. Aktuell werben sie mit der Kampagne "Noch eins!", die Kund:innen dazu aufruft, beim Einkauf ein Extra-Produkt – etwa Kaffee oder Schokolade – mitzunehmen und an der Kasse zu spenden.

Die Osterkampagne läuft noch bis zum 4. April 2026 und kooperiert mit 15 Filialen von Edeka, Rewe und Kaufland. Die Berliner Tafel ist eine von über 970 Standorten bundesweit – ein Netzwerk, das 1993 mit einer einzigen Berliner Stelle begann. Heute unterstützt es jährlich zwischen 1,5 und 2 Millionen Menschen in Deutschland.

Angesichts steigender Bedürftigkeit wird die Arbeit der Tafeln immer wichtiger. Initiativen wie "Noch eins!" sollen Spendenlücken schließen, besonders bei nicht essenziellen, aber wertvollen Artikeln. Mit Freiwilligen wie Uschi und Anne erweitert die Organisation weiterhin ihre Reichweite in der Hauptstadt.

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