27 March 2026, 08:16

Alexander Skarsgård wagt sich in Pillion an eine queere Liebesgeschichte voller BDSM und Biker-Kultur

Schwarzes und weißes Foto eines Mannes in Anzug und Krawatte mit zentrierter Schrift und Logo, das ein historisches Zitat über politische Verhaltensweisen enthält.

Alexander Skarsgård wagt sich in Pillion an eine queere Liebesgeschichte voller BDSM und Biker-Kultur

Alexander Skarsgård übernimmt eine mutige neue Rolle in Pillion – eine queere Liebesgeschichte, die gängigen Viral-Trends trotzt

Unter der Regie von Harry Lighton adaptiert der Film Adam Mars-Jones' Roman Box Hill und erzählt von einer ungewöhnlichen Beziehung zwischen einem Biker und seinem Sozius. Skarsgård spielt Ray, einen in Leder gekleideten Fahrer, der den unerfahrenen Colin in die Welt des BDSM und der Biker-Subkultur einführt.

Die Handlung verbindet düstere Themen mit absurdem Humor und schafft so ein Gleichgewicht zwischen Zärtlichkeit und Unbehagen. Lightons Inszenierung verhindert, dass der Film eindimensional wirkt, und verleiht den Machtverhältnissen zwischen den Figuren eine eigenwillige, fast unbeholfene Anziehungskraft.

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Skarsgård, bekannt durch True Blood und Die Legende von Tarzan, zog es zu Pillion, weil der Film queere Romantik auf frische Weise erzählt. Anders als die geheimnisumwitterte Eishockey-Liebesgeschichte in Heated Rivalry, die kürzlich viral ging, erkundet dieser Streifen eine weitaus komplexere Dynamik. Rays Charakter führt Colin in eine Dom-Sub-Beziehung ein, während er sich gleichzeitig in den rauen Gefilden einer queeren Biker-Gang bewegt.

Der Schauspieler, der aus einer berühmten schwedischen Schauspielerdynastie stammt, empfand die Rolle überraschend natürlich. Zwar besitzt er selbst kein Motorrad, hat aber einen Führerschein und schätzte die authentische Darstellung der Subkultur im Drehbuch. Scherzhaft meinte er, er sei "für diese Rolle geboren", dank der unerwarteten Wendungen des Drehbuchs.

Regisseur Harry Lighton gestaltet die Beziehung zwischen Ray und Colin mit einer Mischung aus Scharfsinn und Befremden. Der Film vermeidet Klischees, indem er absurde Komik einwebt und so die düsteren Elemente leichter verdaulich macht. Sein Co-Star Harry Melling, der Colin spielt, bereitete sich unter anderem mit BDSM-Training beim Gay Bikers Motorcycle Club vor – eine Vorbereitung, die Skarsgård zwar amüsant fand, für sich selbst aber für unnötig hielt.

Skarsgård faszinieren seit jeher Figuren mit verborgenen Tiefen. In Pillion lotet er Rays Motive aus und verleiht dem Mann, der Kontrolle braucht und doch rätselhaft bleibt, zusätzliche Facetten. Der Ton des Films schwankt zwischen verspielt und beunruhigend und spiegelt so das ungleiche Kräfteverhältnis zwischen den beiden Protagonisten wider.

Colins Reise beginnt, als er sich entscheidet, als Rays Sozius mitzufahren – eine Entscheidung, die ihn in eine Welt zieht, die seiner eigenen fremd ist. Ihre Beziehung entfaltet sich mit unbeholfener Zärtlichkeit, während Lighton die Ungeschliffenheit hinter Dominanz und Unterwerfung herausarbeitet. Das Ergebnis ist eine Geschichte, die zugleich roh und überraschend komisch wirkt, ohne in Melodram abzugleiten.

Pillion hebt sich ab von den oft glatt polierten queeren Liebesgeschichten, die im Netz kursieren. Skarsgårds Darstellung des Ray verleiht dem Film eine raue Authentizität, während Lightons Regie dafür sorgt, dass der Streifen fesselt, ohne seine Schärfe zu verlieren. Die Mischung aus Humor, Dunkelheit und emotionaler Unmittelbarkeit macht ihn zu einem besonderen Werk in einem Genre, das häufig ins Idealistische abdriftet.

Der Film kommt bald in die Kinos und bietet dem Publikum eine frische Perspektive auf queere Beziehungen – eine, die Unvollkommenheit und Komplexität umarmt.

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