Zwei Venezolaner in Chiapas wegen Erpressung und Drogenbesitz festgenommen
Elias KochZwei Venezolaner in Chiapas wegen Erpressung und Drogenbesitz festgenommen
In der Stadt Tapachula im Bundesstaat Chiapas sind zwei venezolanische Männer wegen des Verdachts der schweren Erpressung festgenommen worden. Den beiden Vorwürfen zufolge sollen sie von lokalen Geschäftsleuten "Schutzgelder" erpresst und deren Familien mit Gewalt gedroht haben. Bei einer damit zusammenhängenden Razzia beschlagnahmten die Behörden zudem Drogen, Bargeld sowie mutmaßliches Verkaufsmaterial.
Die Verhaftungen erfolgten nach Hinweisen auf Erpressungsdrohungen, die per Telefon ausgesprochen worden waren. Die Opfer berichteten, die Verdächtigen hätten Geld gefordert, um die sichere Fortführung ihrer Geschäfte zu "garantieren". Bei Zahlungsverweigerung seien die Anrufer mit Gewalt gegen die Familien der Betroffenen gedroht worden.
Im Rahmen der Aktion sicherten die Beamten 50 Tütchen Crackkokain, 24 Beutel Kokain in Pulverform sowie 47 Tüten Marihuana. Zudem fanden sie Bargeld und zehn Visitenkarten, die vermutlich mit dem Drogenhandel in Verbindung stehen. Die beiden Festgenommenen, die als Ronald N. und Luis Enrique N. identifiziert wurden, wurden einem Richter vorgeführt, der über ihre weitere rechtliche Behandlung entscheidet.
In einem separaten Fall wurden in derselben Stadt drei weitere Personen – Jorge N., Joha N. und Juayohe N. – in Gewahrsam genommen. Ihnen werden drogenbezogene Straftaten sowie mögliche Bandenmitgliedschaft vorgeworfen.
Die Festnahmen unterstreichen die anhaltenden Bemühungen der Behörden, Erpressung und Drogenhandel in Tapachula zu bekämpfen. Die beschlagnahmten Beweismittel werden nun im Rahmen der Ermittlungen ausgewertet. Gegen alle fünf Verdächtigen laufen inzwischen gerichtliche Verfahren.






