Zürcher Jugendliche erzwingen Volksabstimmung über Steuerentlastung bei Haushaltsüberschüssen
Julian KleinZürcher Jugendliche erzwingen Volksabstimmung über Steuerentlastung bei Haushaltsüberschüssen
Eine von Jugendlichen geführte Kampagne in Zürich hat genug Unterschriften gesammelt, um eine Steuerentlastungsregelung voranzutreiben. Die Jungfreisinnigen des Kantons Zürich reichten 7.300 Unterschriften ein, um eine Volksabstimmung über ihren Vorschlag zu erzwingen. Dieser sieht vor, unerwartete Haushaltsüberschüsse durch temporäre Steuersenkungen an die Steuerzahler zurückzugeben.
Die Gruppe hatte im vergangenen Sommer mit der Sammlung begonnen. Ihr Ziel: innerhalb von sechs Monaten 6.000 gültige Unterschriften zu sammeln – die notwendige Hürde für eine kantonale Volksinitiative in Zürich. Mit 7.300 eingereichten Stimmen ist der Weg für die Vorlage nun frei.
Bei der Übergabe zeigten Vertreter der FDP, der GLP und der SVP ihre Unterstützung. Lea Sonderegger, Präsidentin der Jungfreisinnigen, betonte, die Bürger erwarteten einen verantwortungsvollen Umgang mit Steuergeldern. Überschüsse dürften nicht ungenutzt bleiben, sondern müssten an diejenigen zurückfließen, die sie gezahlt hätten.
Die Initiative knüpft die Höhe der Entlastung direkt an die Schuldenstand des Kantons. Bei Annahme würden temporäre Steuersenkungen immer dann greifen, wenn der Haushalt die Erwartungen übertrifft. Befürworter argumentieren, dies schaffe ein gerechteres System für die Bevölkerung, ohne die finanzielle Stabilität zu gefährden.
Als nächster Schritt steht die Volksabstimmung über den Vorschlag an. Wird er angenommen, könnten Zürcher Steuerzahler künftig bei unerwarteten Überschüssen automatisch entlastet werden. Das Ergebnis hängt davon ab, ob die Wähler den Ansatz zur Verwaltung öffentlicher Mittel mittragen.






