10 April 2026, 22:17

Zoll stoppt Welpen-Schmuggel am Dortmunder Flughafen mit gefälschten Papieren

Ein schwarzer und brauner Polizeihund liegt auf einem Stapel Kisten in einem Lagerhaus mit Kartonagen in den umliegenden Regalen.

Zoll stoppt Welpen-Schmuggel am Dortmunder Flughafen mit gefälschten Papieren

Zwei Reisende an Dortmunder Flughafen mit unvollständigen Haustierdokumenten gestoppt

Am 5. Dezember 2024 wurden am Flughafen Dortmund zwei Reisende von Zollbeamten angehalten, nachdem Unstimmigkeiten in den Begleitpapieren für mitgeführte Hunde festgestellt worden waren. Eine 57-jährige Frau und ein 44-jähriger Mann waren aus Istanbul eingereist, jeder mit einer Transportbox voller Pomeranian-Welpen – auch als Zwergspitze bekannt. Die Entdeckung führte zu einer sofortigen Kontrolle und der Beschlagnahmung der Tiere.

Das Paar war durch den grünen Ausgang gegangen, der für Waren ohne Deklarationspflicht vorgesehen ist. Ein Zollbeamter forderte jedoch eine Gepäckkontrolle an. In den Boxen befanden sich die Pomeranian-Welpen, von denen keines – wie nach den EU-Reisebestimmungen für Haustiere vorgeschrieben – mit einem Mikrochip oder einer Tätowierung gekennzeichnet war.

Zudem weckten die beigefügten Gesundheitsdokumente weitere Zweifel: Stempel wirkten gedruckt statt handgestempelt, und die Bluttestergebnisse aller Welpen waren identisch. Ein Amtstierarzt untersuchte die Tiere und stellte fest, dass sie höchstens zwölf Wochen alt waren – obwohl in den Unterlagen ein Alter von acht Monaten angegeben war.

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Nach EU-Vorschriften müssen Haustiere aus Drittländern strenge Gesundheits- und Identifikationsanforderungen erfüllen. Zudem müssen sie von einer verantwortlichen Person – etwa dem Besitzer oder einem bevollmächtigten Vertreter – begleitet werden. Wegen der festgestellten Mängel wurden die Welpen beschlagnahmt und in einem örtlichen Tierheim unter Quarantäne gestellt.

Der Fall unterstreicht die strikte Durchsetzung der EU-Einfuhrbestimmungen für Haustiere, die korrekte Dokumentation, Identifikation und Gesundheitschecks vorschreiben. Die Welpen bleiben vorerst in Quarantäne, während die Behörden die Unstimmigkeiten untersuchen. Den beiden Reisenden drohen nun mögliche Strafen wegen Verstößen gegen Zoll- und tierärztliche Vorschriften.

Quelle