24 March 2026, 02:17

Wohnbauprojekt in Willich spaltet Anwohner: 200 Wohnungen vs. Grünflächen

Eine große Gruppe von Menschen marschiert auf einer Straße, hält Protestschilder und Banner in den Händen und hat Töpfe mit Pflanzen auf der rechten Seite und ein Gebäude im Hintergrund.

Wohnbauprojekt in Willich spaltet Anwohner: 200 Wohnungen vs. Grünflächen

Ein geplantes Wohnbauprojekt in Willich hat bei Anwohnern Besorgnis ausgelöst. Die Stadt plant auf einem 2,9 Hektar großen Gelände namens Moltkedorf 200 neue Wohnungen zu errichten, um den dringenden Wohnraumbedarf zu decken. Doch Nachbarn befürchten, dass das Vorhaben Grünflächen zerstört, den Verkehr erhöht und das Gesicht des Viertels verändert.

Das Projekt befindet sich noch in der frühen Planungsphase und umfasst Einfamilienhäuser, Doppelhaushälften sowie viergeschossige Wohnblocks. Kritisiert wird vor allem die Höhe der Gebäude, die über die benachbarten Kleingärten ragen und so Aussicht sowie Sonneneinstrahlung versperren würden. Viele fürchten zudem den Verlust eines Grünstreifens an der Moltkestraße 31–35, der als Lebensraum für Tiere und als optische Pufferzone dient.

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Die bestehenden Grünflächen fördern derzeit die Artenvielfalt, verbessern die Luftzirkulation und helfen, Regenwasser aufzunehmen. Die aktuelle Gestaltung verbindet die Kruse-Straße mit An Liffersmühle durch Rad- und Fußwege und schafft so ein gesünderes Umfeld. Anwohner betonen, dass diese Aspekte auch in der Neubebauung Vorrang haben sollten.

Verkehr und Parkplatzmangel sind weitere zentrale Sorgen. Nachbarn befürchten, dass zunehmende Staus die Zufahrt für Rettungsfahrzeuge erschweren und die Lebensqualität mindern könnten. Die Stadt hat diese Bedenken anerkannt und plant, vor der endgültigen Gestaltung und der Auswahl von Investoren öffentliche Anhörungen durchzuführen.

Das Gelände diente zuvor als Flüchtlingsunterkunft, die bis Ende des Jahres geschlossen werden soll. Zuvor war es als Freifläche für die Naherholung ausgewiesen. Die Umwidmung in Wohnraum markiert einen deutlichen Wandel für das Viertel.

Das Projekt steht noch am Anfang, und es gibt Spielraum für Anpassungen basierend auf dem Bürgerfeedback. Die Stadt muss den Wohnungsbedarf mit den Sorgen der Anwohner zu Grünflächen, Verkehr und Bebauungsdichte in Einklang bringen. Endgültige Entscheidungen werden nach weiteren Konsultationen und der Investorenauswahl fallen.

Quelle