Winterreifen-Pflicht: Polizei kontrolliert strenger bei Glatteis und Schnee
Elias KochWinterreifen-Pflicht: Polizei kontrolliert strenger bei Glatteis und Schnee
Winterwetter bringt glatte Straßen und strengere Reifenkontrollen in ganz Deutschland
Die Polizei in Bonn hat kürzlich 140 Fahrzeuge überprüft – und bei 11 Fahrern ungeeignete Winterreifen festgestellt. Das Thema gewinnt an Dringlichkeit, nachdem ein Abschnitt der L331 bei Königswinter-Ittenbach wegen Glatteis zeitweise gesperrt werden musste.
Bei Eis, Schnee, Schneematsch, Frost oder gefrierendem Regen sind Winterreifen gesetzlich vorgeschrieben. Wer ohne sie unterwegs ist, muss mit einem Bußgeld von 60 Euro rechnen. Kommt es zu einem Unfall, steigt die Strafe auf 120 Euro – zusätzlich gibt es einen Punkt in der Flensburger Verkehrssünderkartei.
Tests zeigen: Bei einer Notbremsung aus 50 km/h kommen Fahrzeuge mit Winterreifen etwa zehn Meter früher zum Stehen als mit Sommerreifen. Letztere verlieren bereits ab 7 °C an Haftung, da das Gummi hart wird. Ganzjahres- oder Allwetterreifen mit der Kennzeichnung M+S sind noch bis zum 30. September 2024 zulässig. Danach erfüllen nur noch Reifen mit dem Alpine-Symbol die gesetzlichen Anforderungen.
Wintertaugliche Bereifung ist von Oktober bis Ostern Pflicht. Die Behörden mahnen Autofahrer, vor Fahrtantritt bei Kälte Profil und Kennzeichnung zu prüfen.
Die vorübergehende Sperrung der L331 unterstreicht die Gefahren glatter Straßen. Angesichts von Bußgeldern und verschärften Regeln müssen Fahrer sicherstellen, dass ihre Reifen den Wintervorschriften entsprechen. Die richtige Bereifung hilft nicht nur, Strafen zu vermeiden, sondern erhöht auch die Sicherheit durch kürzere Bremswege auf rutschigem Untergrund.






