01 May 2026, 04:19

Willich verabschiedet Haushalt 2026 einstimmig – doch Eltern zahlen mehr für Kitas

Schwarze und weiße Stadtkarte mit einem Fluss, beschriftet mit "Vorgeschlagenes S-Bahn-Projekt" auf der linken Seite, die Straßen, Autobahnen und Stadtmerkmale zeigt.

Willich verabschiedet Haushalt 2026 einstimmig – doch Eltern zahlen mehr für Kitas

Der Stadtrat von Willich hat den Haushalt für 2026 in Rekordzeit verabschiedet – alle Fraktionen stimmten dabei strengen Redezeitbegrenzungen zu. Die Entscheidung fiel nach hitzigen Debatten über Kita-Gebühren, Wohnungspolitik und Kürzungen im Etat. Eltern hatten zuvor ihre Verärgerung über steigende Kosten geäußert, doch der Haushalt wurde einstimmig angenommen und tritt im Juli in Kraft.

Die Haushaltsberatungen begannen mit der Ablehnung zweier zentraler Vorschläge durch den Jugendhilfeausschuss: die Wiedereinführung von Geschwistergebühren in der Kinderbetreuung sowie eine Erhöhung der jährlichen Kostenanpassung. Dennoch beschloss der Rat später, die jährliche Gebührenanpassung von zwei auf drei Prozent zu erhöhen und diese dauerhaft festzuschreiben. Die Abschaffung der Geschwistergebühren blieb zwar bestehen, doch für Eltern steigen die Gesamtkosten dennoch.

Die SPD brachte Sparpläne ein, um den Haushalt auszugleichen, und setzte dabei auf Kürzungen bei nicht essenziellen Ausgaben und freiwilligen Leistungen. Zwar stimmte sie dem finalen Haushalt zu, betonte jedoch, wie wichtig Konsolidierung ohne zusätzliche finanzielle Belastung für Familien sei. Ihre Zustimmung war mit Kritik an der Streichung des Deutschlandtickets für anspruchsberechtigte Studierende verbunden, während sie gleichzeitig die Einführung des Bauturbos begrüßte, der den Bau von bezahlbarem Wohnraum beschleunigen soll.

Auch die Grünen unterstützten den Haushalt, warnten jedoch vor der sich verschärfenden Haushaltslage der Stadt. Sie forderten unverzügliche Maßnahmen, um die langfristige Stabilität zu sichern. Der gesamte Prozess verlief zügig – jede Fraktion hatte nur fünf Minuten Redezeit, was die schnelle Verabschiedung des Haushalts ermöglichte.

Der Haushalt 2026 tritt nach der einstimmigen Abstimmung im Juli rechtlich in Kraft. Die Kita-Gebühren steigen dann jährlich um drei Prozent, während die Geschwisterermäßigungen entfallen. Gleichzeitig treibt die Stadt den beschleunigten Wohnungsbau voran, hat jedoch die subventionierten Verkehrsangebote für einen Teil der Studierenden gestrichen.

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