Wilhelm-Heinrich-Riehl-Kolleg in Düsseldorf droht die Schließung – Studierende kämpfen um ihre Zukunft
Julian KleinWilhelm-Heinrich-Riehl-Kolleg in Düsseldorf droht die Schließung – Studierende kämpfen um ihre Zukunft
Die Zukunft des Wilhelm-Heinrich-Riehl-Kollegs in Düsseldorf-Lierenfeld steht auf dem Spiel. Die Bildungseinrichtung, die Erwachsene in vier bis sechs Semestern zum Fachabitur oder Abitur führt, droht geschlossen zu werden, nachdem wichtige Partner ihre Unterstützung zurückgezogen haben. Mitarbeiter und Studierende haben nun Initiativen ergriffen, um die Schule zu retten.
Das Kolleg richtet sich an Erwachsene mit abgeschlossener Berufsausbildung, Alleinerziehende, Menschen mit Migrationshintergrund oder solche, die eine zweite Chance suchen. Träger ist ein Verein, an dem die Industrie- und Handelskammer (IHK), die Handwerkskammer (HWK) und die Stadt Düsseldorf beteiligt sind.
Die IHK hat die Partnerschaft bereits verlassen, und die HWK wird ihr Engagement zum 31. Dezember 2024 beenden. Stadtdirektor Burkhardt Hintzsche warnte, dass die Stadt die Schule ohne die HWK rechtlich nicht allein weiterführen könne. Damit ist die Zukunft des Kollegs für Mitarbeiter und Studierende ungewiss.
Die Zahl der Studierenden sank von 314 im Jahr 2019 auf 204 in diesem Jahr. Am 29. Oktober 2024 demonstrierten über 40 Lehrkräfte und Studierende für eine Lösung. Eine Online-Petition zur Rettung des Kollegs hat zudem bereits mehr als 1.730 Unterschriften gesammelt.
Aktuell wird mit der Landesregierung nach einer möglichen Lösung gesucht. Eine endgültige Entscheidung soll am 11. November 2024 bekannt gegeben werden. Ohne eine neue Vereinbarung könnte das Kolleg noch vor Jahresende schließen – mit gravierenden Folgen: Studierende stünden ohne Abschluss da, Lehrkräfte müssten um ihre Jobs fürchten. Nun wartet die Stadt gemeinsam mit den Initiatoren auf die Reaktion der Landesregierung.






