10 May 2026, 16:15

Wie eine Managerin Karriere und Familie unter einen Hut bringt – trotz Pflegekrise

Schwarzes und weißes Foto einer Frau, die ein Objekt hält und entschlossene Miene hat, mit Text "Wenn Sie eine Frau arbeiten lassen" auf der rechten Seite.

Wie eine Managerin Karriere und Familie unter einen Hut bringt – trotz Pflegekrise

Natalie Schaffert, 36 Jahre alt und Mutter von zwei Kindern, meistert eine anspruchsvolle Karriere, während sie gleichzeitig eine Familie erzieht. Als Regionalleiterin bei der Diakonie Bethanien verantwortet sie 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Altenpflege im gesamten Stadtgebiet von Solingen. Doch sie ist überzeugt, dass vielen berufstätigen Eltern diese Unterstützung fehlt – und der Pflegesektor dadurch wertvolle Fachkräfte verliert.

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Die Diakonie Bethanien, ein traditionsreicher Trägerverein der Pflege, wurde 1896 gegründet und betreibt heute 20 Standorte in drei deutschen Bundesländern. Das Leistungsspektrum reicht von der Alten- und Familienpflege über spezialisierte Lungenheilkunde bis hin zur Schlafforschung. Die Organisation beschäftigt 2.000 Menschen aus über 50 Nationen, die in Krankenhäusern, Pflegeheimen und ambulanten Betreuungsdiensten arbeiten.

Schaffert vereint ihre Führungsrolle mit dem Familienleben, indem sie sich die Verantwortung gleichberechtigt mit ihrem Partner teilt. Zudem nutzt sie flexible Betreuungsangebote, darunter die hauseigene Kinderbetreuung am Standort Solingen-Aufderhöhe der Diakonie Bethanien. Die Organisation fördert aktiv familienfreundliche Arbeitszeiten und kreative Arbeitsmodelle.

Geschäftsführer Matthias Ruf hebt Schafferts Fähigkeit hervor, Beruf und Elternschaft erfolgreich zu verbinden. Er betont, wie wichtig es ist, solche Möglichkeiten künftig mehr Beschäftigten zu ermöglichen. Schaffert selbst argumentiert, dass viele qualifizierte Fachkräfte – insbesondere im Pflegebereich – ohne ausreichende Unterstützung den Beruf ganz aufgeben.

Die Diakonie Bethanien baut ihre familienfreundlichen Maßnahmen weiter aus, von betriebseigener Kinderbetreuung bis hin zu flexiblen Arbeitszeitmodellen. Schafferts Erfahrung zeigt, wie strukturierte Unterstützung Fachkräfte in hochbelasteten Branchen halten kann. Der Ansatz der Organisation könnte als Vorbild für andere Arbeitgeber mit ähnlichen Herausforderungen dienen.

Quelle