Westbengalen plant Vande-Mataram-Museum und einheitliches Zivilgesetzbuch bis 2027
Julian KleinWestbengalen plant Vande-Mataram-Museum und einheitliches Zivilgesetzbuch bis 2027
Der Ministerpräsident von Westbengalen, Suvendu Adhikari, hat Pläne für ein neues „Vande Mataram-Museum“ angekündigt, das dem Schriftsteller Bankim Chandra Chattopadhyay gewidmet sein soll. Im Haushalt des Bundesstaates für das Jahr 2026–27 sind Mittel für das Projekt vorgesehen. Zum ersten Mal organisiert das Informations- und Kulturministerium des Bundesstaates eine solche Veranstaltung anlässlich seines Geburtstags.
Das Museum soll Chattopadhyays Vermächtnis als Autor des indischen Nationallieds „Vande Mataram“ würdigen. Die Finanzierungsdetails wurden im Rahmen der jüngsten Haushaltsankündigung des Bundesstaates bestätigt.
Darüber hinaus gab Adhikari bekannt, dass Westbengalen die Einführung eines einheitlichen Zivilgesetzbuchs (Uniform Civil Code, UCC) vorantreiben wird. Ein entsprechender Gesetzentwurf soll am 29. Juni 2023 in die Landesversammlung eingebracht werden. Der Kodex wird rechtliche Fragen wie Ehe, Scheidung und Erbschaft regeln. Der Bundesstaat folgt damit dem Vorbild von Uttarakhand, Gujarat, Assam, Madhya Pradesh und Maharashtra.
Die Pläne für das Museum und das UCC spiegeln aktuelle politische Entscheidungen in Westbengalen wider. Die Landesversammlung wird den UCC-Entwurf noch in diesem Monat beraten. Die Finanzierung des Museums ist für das Haushaltsjahr 2026–27 gesichert.
