Wasserschaden im Pina-Bausch-Haus: Februar-Programm fast komplett ausgefallen
Amelie FrankeWasserschaden im Pina-Bausch-Haus: Februar-Programm fast komplett ausgefallen
Technischer Defekt verursacht schwere Wasserschäden in Wuppertals Pina-Bausch-Haus
Ein technisches Problem am Wochenende hat im Pina-Bausch-Haus in Wuppertal erhebliche Wasserschäden angerichtet. Der Vorfall ereignete sich während einer Routineprüfung des Notstromaggregats, wodurch Teile des Theaters überflutet wurden. Fast alle Veranstaltungen im Februar – mit Ausnahme einer Hochzeitsmesse – müssen nun verschoben oder abgesagt werden.
Ausgelöst wurde das Problem durch ein Leck an der Verbindung zweier unter Druck stehender Kupferrohre. Durch eine acht Zentimeter breite Öffnung trat fast fünf Minuten lang Wasser aus. Die Flut durchtränkte die Bühne und drang bis in den Keller vor, doch der Bühnenboden und die elektrischen Anlagen blieben weitgehend unbeschädigt.
Zur Trocknung der betroffenen Bereiche wurden zwei Industrie-Entfeuchter eingesetzt. Die Kulturdezernentin der Stadt, Dagmar Becker, lobte die schnelle Reaktion der Theatermitarbeiter und der Feuerwehr.
Dies ist bereits der dritte Ausfall der Sprinkleranlage seit 2013 – trotz Sanierungsarbeiten im Mai 2018, bei denen auch neue Hydrantenleitungen verlegt worden waren. Das Theater- und Konzerthaus arbeitet nun mit Gebäudeverantwortlichen und Fachleuten zusammen, um das Ausmaß der Schäden zu bewerten und Schadensersatzforderungen zu prüfen. Die Kulturmanagerin Sonja Baumhauer stimmt sich zudem mit Veranstaltern ab, um Vorstellungen wo möglich zu verschieben oder an alternative Spielstätten zu verlegen.
Das Theater muss mit wochenlangen Beeinträchtigungen rechnen, während Reparaturen und Begutachtungen laufen. Betroffene Veranstaltungen werden entweder auf neue Termine verlegt oder an anderen Orten stattfinden. Wann der reguläre Spielbetrieb wiederaufgenommen werden kann, steht noch nicht fest.






