Warum der Kinderreim "Ringel, Ringel, Reihe" bis heute rätselhaft bleibt
Julian KleinWarum der Kinderreim "Ringel, Ringel, Reihe" bis heute rätselhaft bleibt
„Ringel, Ringel, Reihe“ bleibt ein beliebter Kinderspielklassiker
Die Worte und die Herkunft des Kinderreims geben seit Jahren Rätsel auf. Es gibt viele Theorien, doch die wahre Bedeutung bleibt ungewiss.
Die früheste gedruckte englische Fassung erschien 1881 – was eine direkte Verbindung zur Pest oder zum Großen Londoner Pestausbruch unwahrscheinlich macht. Wahrscheinlich entstand das Lied ursprünglich als Kinderspiel im Deutschland des 18. Jahrhunderts.
Die bekannteste Version enthält die Zeile „Asche, Asche, wir fallen alle hin!“. Manche deuten dies als Anspielung auf Leichenverbrennungen, doch Belege dafür fehlen. Andere vermuten, „Ringelrosen“ beziehe sich auf Pestbeulen und „Taschen voller Blumen“ auf Schutzpflanzen gegen die Seuche. Doch all das bleibt Spekulation.
Beim Spiel selbst drehen sich die Kinder im Kreis und singen, bis sie am Ende gemeinsam zu Boden fallen. Trotz der düsteren Deutungen ist die einfachste Erklärung wohl die richtige: Es handelt sich um ein harmloses Spiel ohne verborgene Botschaft.
Die genauen Ursprünge des Reims sind unklar, und ein Bezug zu historischen Epidemien lässt sich nicht belegen. Am wahrscheinlichsten begann er als unschuldiges Kinderspiel – ohne tiefere Bedeutung.






