Wallis will Brandschutzvorschriften reformieren – weniger Kontrollen geplant
Julian KleinWallis will Brandschutzvorschriften reformieren – weniger Kontrollen geplant
Politische Führungskräfte im Wallis haben sich zusammengeschlossen, um eine Reform der Brandschutzvorschriften voranzutreiben. Ein Postulat, das von allen Fraktionsvorsitzenden des Grossen Rates unterzeichnet wurde, fordert eine Überprüfung der Kontrollregeln. Der Vorstoss folgt auf Diskussionen nach dem tödlichen Brand in Crans-Montana.
Das Vorhaben zielt darauf ab, die aktuellen Brandschutzanforderungen zu lockern und anzupassen. Gemäss dem Plan könnte die Häufigkeit der Kontrollen in vielen Einrichtungen reduziert oder auf Risikobereiche konzentriert werden. Ziel ist es, die Vorschriften im Wallis an den Schweizer Durchschnitt anzupassen, da sie derzeit oft strenger sind als in anderen Kantonen.
Ein zentraler Punkt des Postulats ist die Neudefinition, welche Gebäude als „sensibel und prioritätär“ für jährliche Überprüfungen gelten. Zudem soll der Umfang der Kontrollen präzisiert werden, wobei für bestimmte Gebäudetypen und Nutzungen strengere Regeln gelten. Darüber hinaus schlägt das Dokument vor, ein Meldesystem für Gemeinden einzuführen, sobald bauliche Veränderungen in Hochrisikoeinrichtungen vorgenommen werden.
Die Initiative sieht auch bessere Schulungen für Sicherheitsbeauftragte vor. Zudem wird die Einführung eines kantonalen IT-Systems zur Erfassung der Kontrollen geprüft. Die Änderungen erfordern Anpassungen im rechtlichen Rahmen für Brandschutz und Naturgefahren.
Falls das Postulat angenommen wird, würden die Reformen die Kontrollintervalle anpassen und die Verfahren vereinfachen. Der Vorstoss geht nun in die weitere Debatte im Grossen Rat. Die vorgeschlagenen Änderungen sollen Sicherheit und praktische Umsetzung in Einklang bringen.






