28 June 2026, 16:15

Wähler in NRW fordern mehr Infrastruktur statt Migrationsdebatten – Regierung verliert an Vertrauen

Infratest: Bedeutende Verluste für die CDU in NRW - AfD auf Rekordhoch

Wähler in NRW fordern mehr Infrastruktur statt Migrationsdebatten – Regierung verliert an Vertrauen

In Nordrhein-Westfalen haben sich die Prioritäten der Wähler dramatisch verschoben. Infrastruktur, öffentlicher Nahverkehr und Verkehr haben die Migration als drängendstes Anliegen der Bürger abgelöst. Auch wirtschaftliche Sorgen und die Zustimmungswerte zur Regierung haben in den letzten Monaten deutliche Veränderungen erfahren.

Die Zufriedenheit mit der Arbeit der Landesregierung ist seit Februar stark gesunken. Nur noch 42 Prozent der Wähler zeigen sich mit ihrer Leistung zufrieden. Auch der wirtschaftliche Optimismus ist geschwunden – lediglich 22 Prozent bewerten die finanzielle Lage des Landes als sehr gut oder gut.

Die Arbeitsplatzunsicherheit hat spürbar zugenommen. 16 Prozent der Erwerbstätigen fürchten, ihren Job zu verlieren – ein Anstieg um sechs Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr. Gleichzeitig stufen nun 31 Prozent der Wähler die Infrastruktur als eines der dringlichsten Probleme ein, die angegangen werden müssen.

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Die politische Unterstützung hat sich bei mehreren Parteien verschoben. Die CDU von Ministerpräsident Hendrik Wüst ist auf 32 Prozent gefallen und hat spürbare Verluste hinnehmen müssen. Die SPD unter Jochen Ott verlor drei Punkte und liegt nun bei 17 Prozent – gleichauf mit der AfD, die auf denselben Wert geklettert ist.

Die Grünen konnten zwei Punkte hinzugewinnen und kommen auf 15 Prozent. Die FDP hat unterdessen erstmals seit April 2024 wieder die Fünf-Prozent-Hürde überschritten und legte einen Punkt zu.

AfD und SPD teilen sich nun den zweiten Platz im politischen Kräftefeld des Landes. Die CDU bleibt zwar stärkste Partei, muss aber mit geschrumpfter Unterstützung auskommen. Die Wähler rücken zunehmend Infrastruktur und wirtschaftliche Stabilität als zentrale Aufgaben für die Regierung in den Fokus.

Quelle