20 June 2026, 20:12

Wacker Chemie startet radikale Sparmaßnahmen nach Rekordverlust von 805 Millionen Euro

WACKER streicht über 1.500 Stellen für 300 Millionen Euro an Kosteneinsparungen

Wacker Chemie startet radikale Sparmaßnahmen nach Rekordverlust von 805 Millionen Euro

Wacker Chemie kündigt umfassende Sparmaßnahmen nach drastischem Gewinnrückgang an

Nach einem deutlichen Einbruch der Erträge hat die Wacker Chemie weitreichende Kostensenkungsprogramme eingeleitet. Das im Oktober 2025 gestartete PACE-Programm zielt darauf ab, die jährlichen Ausgaben um mehr als 300 Millionen Euro zu reduzieren. Dies erfolgt vor dem Hintergrund eines erheblichen finanziellen Abschwungs im vergangenen Jahr.

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Die Geschäftszahlen für 2025 zeigten ein schwieriges Jahr: Der Umsatz sank um 4 % auf 5,49 Milliarden Euro, während das EBITDA um 43 % auf 427 Millionen Euro einbrach. Mit einem Nettoverlust von 805 Millionen Euro belasteten vor allem Sonderabschreibungen und Wertberichtigungen in Höhe von 600 Millionen Euro die Bilanz. Hohe Energiekosten, rückläufige Absatzmengen und nicht ausgelastete Produktionskapazitäten in Deutschland verschärften die Lage zusätzlich.

Als Reaktion darauf führte WACKER die PACE-Initiative ein, die weltweit mehr als 1.500 Stellen abbaut – vor allem in Deutschland. Aufgrund der Verluste beschlossen Vorstand und Aufsichtsrat zudem, für das Jahr 2025 keine Dividende vorzuschlagen.

Für die Zukunft zeigt sich das Unternehmen vorsichtig optimistisch: Für 2026 wird ein leichtes Umsatzwachstum im einstelligen Bereich erwartet, während das EBITDA zwischen 550 Millionen und 700 Millionen Euro liegen soll. Im ersten Quartal 2026 rechnet Wacker Chemie mit einem Umsatz von etwa 1,35 Milliarden Euro und einem EBITDA von 140 bis 160 Millionen Euro. Langfristig setzt das Unternehmen auf Spezialprodukte, Halbleiter und Biotechnologie, um die Profitabilität wiederherzustellen.

Die Sparmaßnahmen und die strategische Neuausrichtung sollen die Finanzlage des Konzerns stabilisieren. Die Stellenstreichungen und der Dividendenverzicht unterstreichen die Schwere der aktuellen Herausforderungen. Die Prognose für 2026 deutet auf eine vorsichtige Erholung hin, mit schrittweisem Wachstum in zentralen Geschäftsbereichen.

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