USA dominieren Krypto-Handel – doch ausländische Börsen entziehen sich der Kontrolle
Elias KochUSA dominieren Krypto-Handel – doch ausländische Börsen entziehen sich der Kontrolle
Die USA spielen eine zentrale Rolle im weltweiten Krypto-Handel. Im ersten Quartal 2025 überstieg das Transaktionsvolumen von US-Händlern bereits eine Billion Dollar. Gleichzeitig stellen die Dominanz ausländischer Börsen und regulatorische Lücken die Behörden vor wachsende Herausforderungen, insbesondere durch die Nutzung dieser Plattformen durch sanktionierte Akteure. Zwischen Juli 2024 und Juni 2025 bewegten US-Händler insgesamt über 2,4 Billionen Dollar im Fiat-zu-Krypto-Handel. Allein im ersten Halbjahr 2025 lag das Volumen bei mehr als einer Billion Dollar. Trotz dieser hohen Aktivität bleibt der Einfluss US-regulierter Plattformen auf dem globalen Markt begrenzt: Coinbase, die größte lizenzierte Handelsplattform des Landes, hielt Ende 2025 weniger als 7 % des weltweiten Spot-Handelsvolumens.
Dagegen dominieren ausländische Börsen wie Binance den Markt. Die größte dieser Plattformen kontrollierte Ende 2025 etwa 38 % des zentralisierten Spotmarkts und wickelte damit ein Vielfaches des Volumens im Vergleich zu US-regulierten Anbietern ab. Die Daten zeigen eine deutliche Diskrepanz: Während US-Händler hohe Summen umsetzen, findet der Großteil der Transaktionen außerhalb der nationalen Aufsicht statt.
Ein weiteres Problem für Regulierungsbehörden ist die Nutzung ausländischer Börsen durch sanktionierte Entitäten. Diese Plattformen ermöglichen es, Gelder außerhalb der US-Kontrolle zu transferieren, was die Forderung nach schärferen Regeln verstärkt. Eine aktuelle Umfrage unter US-Wählern ergab, dass 52 % den CLARITY Act befürworten, der strengere Vorgaben für den Krypto-Markt vorsehen würde. Die Entwicklung des Krypto-Marktes zeigt, dass die USA zwar ein zentraler Akteur sind, die Kontrolle über den globalen Handel jedoch begrenzt bleibt. Die Dominanz ausländischer Börsen und die Nutzung durch sanktionierte Akteure erhöhen den Druck auf die Regulierungsbehörden, wirksamere Maßnahmen zu ergreifen. Gleichzeitig signalisiert die breite Unterstützung für den CLARITY Act, dass auch die Bevölkerung strengere Regeln für mehr Transparenz und Sicherheit fordert.
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