26 June 2026, 00:31

US-Gericht blockiert Tausende Klagen gegen Monsanto wegen Roundup-Krebsrisiken

Oberster Gerichtshof entscheidet zugunsten von Monsanto in Fall über Krebsrisiken von Unkrautvernichtungsmittel Roundup

US-Gericht blockiert Tausende Klagen gegen Monsanto wegen Roundup-Krebsrisiken

Der Oberste Gerichtshof der USA hat in einem richtungsweisenden Fall zugunsten von Monsanto entschieden, der das Unkrautvernichtungsmittel Roundup betrifft. Mit dem Urteil werden Tausende Klagen von Verbrauchern blockiert, die dem Konzern vorwarfen, sie nicht ausreichend über mögliche Krebsrisiken aufgeklärt zu haben. Die Entscheidung fiel nach einer Abstimmung von 7 zu 2 im Verfahren Monsanto Co. v. Durnell.

2019 hatte der Gärtner John Durnell aus Missouri gegen Monsanto geklagt und behauptet, Glyphosat – der Hauptwirkstoff in Roundup – habe seinen Krebs verursacht. Seine Klage war Teil einer Welle von Schadensersatzforderungen gegen das Unternehmen wegen der angeblichen Gesundheitsgefahren des Herbizids. Die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) hatte Glyphosat bereits 2015 als „wahrscheinlich karzinogen für den Menschen“ eingestuft.

Die US-Umweltschutzbehörde EPA hingegen vertritt seit Langem die Auffassung, dass glyphosathaltige Pestizide wie Roundup sicher seien. Eine Krebswarnung auf dem Etikett des Produkts habe sie nie für notwendig erachtet. Die Regierung unter Präsident Trump unterstützte Monsantos Position und argumentierte, dass nicht einzelne Bundesstaaten, sondern die EPA über Warnhinweise für Pestizide entscheiden solle.

Der Pharmakonzern Bayer, der Monsanto übernommen hatte, hatte zuvor einen Vergleich in Höhe von 7,25 Milliarden US-Dollar vorgeschlagen, um aktuelle und künftige Klagen im Zusammenhang mit Roundup beizulegen. Zudem unterzeichnete Trump während seiner Amtszeit eine Verordnung zur Steigerung der Produktion glyphosathaltiger Herbizide.

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Mit dem jüngsten Urteil des Supreme Court kann Monsanto nun nicht mehr nach Landesrecht verklagt werden, weil es Verbraucher angeblich nicht vor den mutmaßlichen Krebsrisiken von Roundup gewarnt habe. Die Entscheidung stoppt damit effektiv Tausende anhängige Klagen. Die EPA hält an ihrer Einschätzung fest, dass Glyphosat sicher sei – eine Krebswarnung auf dem Etikett wird es daher nicht geben.

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