18 April 2026, 14:22

UN-Klimakonferenz 2024: Warum Geschlechtergerechtigkeit in der Klimapolitik jetzt entscheidend ist

Plakat mit der Aufschrift "Das Yali-Netzwerk", das junge afrikanische Führungspersönlichkeiten bei der Diskussion über Klimawandel, Menschenrechte und zivile Beteiligung um einen Tisch zeigt.

UN-Klimakonferenz 2024: Warum Geschlechtergerechtigkeit in der Klimapolitik jetzt entscheidend ist

Gastveranstaltung auf der UN-Klimakonferenz 2024 in Bonn unterstreicht dringenden Bedarf an Geschlechtergerechtigkeit in der Klimapolitik

Eine kürzlich abgehaltene Nebenveranstaltung im Rahmen der UN-Klimakonferenz 2024 in Bonn lenkte die Aufmerksamkeit auf die dringende Notwendigkeit, Geschlechtergerechtigkeit in klimapolitische Maßnahmen zu integrieren. Die unter dem Titel "Die intersektionalen Auswirkungen des Klimawandels angehen: Geschlechterungleichheiten überwinden – Perspektiven aus dem Glauben" stehende Zusammenkunft brachte Aktivist:innen, Expert:innen und religiöse Führungspersönlichkeiten zusammen. Die Veranstalter:innen betonten, dass Verzögerungen bei Klimalösungen besonders verletzliche Gruppen – darunter Frauen, Kinder und Menschen mit Behinderungen – unverhältnismäßig stark belasten.

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Die Konferenz wurde gemeinsam vom Ökumenischen Rat der Kirchen, den Brahma Kumaris, der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Amerika, dem Lutherischen Weltbund und der ACT Kirche Schwedens ausgerichtet. Teilnehmende waren unter anderem indigene Vertreter:innen, NGOs, Wissenschaftler:innen sowie Delegierte aus Ländern des Globalen Südens. Im Mittelpunkt der Diskussionen stand die Frage, wie Klimapolitik häufig geschlechtsspezifische Ungleichheiten ignoriert und damit marginalisierte Gemeinschaften einem noch größeren Risiko aussetzt.

Max Weber, Absolvent des Ökumenischen Instituts in Bossey, leitete die Sitzung. Weber, der als Vertreter der Evangelischen Kirche im Rheinland am Deutschen Evangelischen Kirchentag 2027 teilnehmen wird, mahnte zu schnellerem Handeln. Jede weitere Untätigkeit verschärfe die Krise für diejenigen, die bereits am stärksten betroffen seien, so Weber.

Junge Aktivist:innen spielten bei der Veranstaltung eine herausragende Rolle und forderten eine stärkere Repräsentation in Klimaverhandlungen. Weber lobte ihr Engagement und rief Entscheidungsträger:innen dazu auf, jugendliche Stimmen in politische Debatten einzubeziehen. Zudem wurden gläubensbasierte Ansätze zur Bekämpfung klimabedingter Ungerechtigkeiten diskutiert – mit Beiträgen zu Themen wie Gerechtigkeit, Solidarität und kollektiver Verantwortung.

Die Veranstaltung endete mit einem Appell für eine engere Zusammenarbeit über alle Sektoren hinweg, um sicherzustellen, dass Klimapolitik geschlechtsspezifische und intersektionale Belange berücksichtigt. Veranstalter:innen und Teilnehmende waren sich einig, dass Glaubensgemeinschaften gemeinsam mit Regierungen und NGOs die am stärksten betroffenen Gruppen schützen müssen. Als entscheidende Schritte für künftige Fortschritte wurden unter anderem die Stärkung von Jugendlichen und indigenen Führungspersönlichkeiten identifiziert.

Quelle