Ulrich Tilly – ein Visionär der deutschen Sozialpolitik stirbt mit 67 Jahren
Felix HoffmannUlrich Tilly – ein Visionär der deutschen Sozialpolitik stirbt mit 67 Jahren
Ulrich Tilly, eine prägende Persönlichkeit der deutschen Gesundheits- und Sozialpolitik, ist im Alter von 67 Jahren verstorben. Bekannt für seinen jahrzehntelangen Einsatz im öffentlichen Dienst, bekleidete er einflussreiche Positionen in der Regierung und genoss bei Kollegen großes Ansehen.
Seine Karriere begann Tilly in den 1980er-Jahren als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Agrarpolitik der Universität Bonn. 1987 wechselte er in den Bundestag, wo er als Politikberater mit Schwerpunkt Landwirtschaft tätig war.
1996 wurde er Berater für Rentensysteme der SPD-Bundestagsfraktion. Nur zwei Jahre später berief ihn Walter Riester ins Bundesministerium für Arbeit und Soziales. Aufgrund seiner Expertise wechselte er 2002 ins Bundesgesundheitsministerium (BMG), dem er bis 2010 angehörte.
Im BMG leitete Tilly zunächst das Büroleitungsteam, bevor er 2005 zum Direktor für Grundsatzfragen aufstieg. Zudem fungierte er als Büroleiter der damaligen Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD). Gemeinsam mit Klaus Vater und Franz Knieps galt er als eine der einflussreichsten Stimmen des Ministeriums.
Franz Knieps bezeichnete Tilly später als einen "wunderbaren Freund und Kollegen" und lobte seine "herausragende Fachkompetenz und Kreativität".
Mit Tillys Tod endet eine lange Karriere, die die deutsche Sozial- und Gesundheitspolitik maßgeblich geprägt hat. Seine Verdienste umfassen Forschung, parlamentarische Arbeit und Spitzenpositionen in der Regierung – sein Wirken hinterlässt bleibende Spuren in der öffentlichen Verwaltung.






