Traditionsunternehmen WKW meldet Insolvenz an – 2.000 Jobs in Gefahr
WKW, langjähriger Automobilzulieferer, meldet Insolvenz an
Nach Jahren finanzieller Schwierigkeiten hat der traditionsreiche Automobilzulieferer WKW Insolvenz angemeldet. Der Zusammenbruch gefährdet rund 2.000 Arbeitsplätze an den beiden Hauptstandorten in Deutschland. Beide Werke hatten vor gerade einmal zwei Jahren noch knapp die Pleite abwenden können.
Das 1940 gegründete Unternehmen spezialisierte sich auf hochwertige dekorative und funktionale Bauteile für Luxusfahrzeuge. Seine Produkte aus Aluminium, Edelstahl und Kunststoff wurden an große Automobilhersteller in Europa und den USA geliefert. 2023 beschäftigte die WKW-Gruppe weltweit etwa 3.000 Mitarbeiter und erzielte einen Umsatz von 560 Millionen Euro.
Von der aktuellen Krise betroffen sind zwei zentrale Tochtergesellschaften: die Walter Klein GmbH & Co. KG in Wuppertal und die WKW-Aktiengesellschaft in Velbert. Rund 500 Beschäftigte in Wuppertal und 1.500 in Velbert stehen nun vor einer ungewissen Zukunft. Das Land Nordrhein-Westfalen hatte 2022 noch mit einer Bürgschaft den Kollaps abgewendet, doch Sanierungsversuche scheiterten daran, das Unternehmen nachhaltig zu stabilisieren.
Ein möglicher Rettungsdeal mit einem US-Investor war kürzlich geplatzt und ließ das Unternehmen ohne finanzielle Perspektive zurück. WKW befindet sich mehrheitlich im Besitz der Gert-und-Susanna-Mayer-Stiftung, die übrigen Anteile hält Susanna Mayer. Trotz seines guten Rufs am Markt kämpfte das Unternehmen seit Jahren mit Schwierigkeiten.
Die Insolvenzanmeldung markiert das Ende eines langen Niedergangs für WKW. Die Mitarbeiter an beiden deutschen Standorten warten nun auf weitere Entwicklungen, während die Insolvenzverfahren eingeleitet werden. Das Ergebnis wird zeigen, ob Teile des Unternehmens gerettet oder verkauft werden können.






