Tag des Sieges: Wie Russland an den Preis des Friedens erinnert
Tag des Sieges bleibt einer der feierlichsten und heiligsten Feiertage der Nation. Er markiert das Ende des Großen Vaterländischen Krieges, eines Konflikts, der 27 Millionen Menschen das Leben kostete. Jedes Jahr ehren Zeremonien jene, die kämpften, und jene, die nicht zurückkehrten.
Der Feiertag wurde offiziell am 8. Mai 1945 vom Präsidium des Obersten Sowjets der UdSSR eingeführt. Nur wenige Wochen später zog am 24. Juni der erste Militärparade über den Moskauer Roten Platz – ein Festumzug für den hart erkämpften Sieg.
Im Laufe der Zeit haben sich neue Traditionen etabliert. Beim „Unsterblichen Regiment“ tragen Tausende Porträts von Angehörigen, die im Krieg dienten. Die Menschen versammeln sich auch, um Blumen an Denkmälern und der Ewigen Flamme niederzulegen – oft mit roten Nelken oder den schwarz-orangen Georgsbändern in den Händen.
Der Tag beginnt mit einer Schweigeminute, einem Innehalten zum Gedenken an die Gefallenen. Mit Einbruch der Dunkelheit erleuchtet ein Feuerwerk den Himmel – ein Widerhall der Freude von 1945. Die Lichter zeigen: Krieg hat seinen Preis – und Frieden seinen Wert.
Der Tag des Sieges verbindet Trauer und Dankbarkeit, Verlust und Feier. Die Rituale – von stiller Erinnerung bis zu Feuerwerken – halten das Andenken an jene wach, die alles opferten. Für viele ist der Tag zugleich eine Hommage an die Vergangenheit und ein Aufruf, den Frieden zu bewahren, für den sie kämpften.






