09 June 2026, 16:17

Stuttgart 21: Bahnprojekt drohen neue Verzögerungen bis 2031 und Milliardenkosten

Eisenbahn unter Druck - Was Özdemir bezüglich Stuttgart 21 fordert

Stuttgart 21: Bahnprojekt drohen neue Verzögerungen bis 2031 und Milliardenkosten

Stuttgart 21: Bahnprojekt drohen weitere Verzögerungen und explodierende Kosten

Das Bahnprojekt Stuttgart 21 steht vor neuen Verzögerungen und stark steigenden Kosten – was bei lokalen Politikern Besorgnis auslöst. Baden-Württembergs Ministerpräsident Cem Özdemir hat von der Deutschen Bahn klare Antworten gefordert, nachdem Berichte nahelegten, dass der neue Durchgangsbahnhof frühestens Ende 2031 in Betrieb gehen könnte. Zudem ist das Budget seit 2009 von ursprünglich 4,5 Milliarden Euro auf über 11,3 Milliarden Euro angewachsen – eine Last, die nach einem Gerichtsurteil nun vollständig beim Bahnkonzern liegt.

Stuttgart 21 sollte das Schienennetz der Stadt mit neuen Bahnhöfen, Gleisen, Tunneln und Brücken modernisieren. Kernstück ist der unterirdische Hauptbahnof, der als Durchgangsbahnhof die Anbindungen verbessern soll. Doch der Fortschritt wird seit Jahren von Rückschlägen gebremst, darunter die unbestimmte Verschiebung der geplanten Teilinbetriebnahme im November 2022.

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Medienberichten zufolge könnte sich die vollständige Inbetriebnahme nun auf Ende 2031 verzögern – Jahre hinter dem ursprünglichen Zeitplan. Özdemir bezeichnete diese mögliche Verzögerung als „katastrophale Nachricht“ für die Region und die Fahrgäste. Er drängt die Deutsche Bahn, verlässliche Daten und verbindliche Fertigstellungstermine vorzulegen.

Eine weitere große Herausforderung ist die Digitalisierung des Stuttgarter Knotenpunkts, der als erstes voll digitalisiertes Bahnsystem Deutschlands geplant war. Die Komplexität dieses Vorhabens hat zu den jüngsten Verzögerungen beigetragen. Özdemir besteht darauf, dass sich das Unternehmen unwiderruflich zur Umsetzung dieses Projektteils verpflichten muss.

Die Kosten für Stuttgart 21 haben sich seit 2009 mehr als verdoppelt – die Deutsche Bahn trägt nun allein die 11,3-Milliarden-Euro-Rechnung. Sollte sich der aktuelle Zeitplan bestätigen, müssen Fahrgäste und Land noch jahrelang mit Einschränkungen rechnen. Die Verantwortlichen warten nun auf eine Bestätigung des neuen Fahrplans und eine klare Zusage zur Digitalisierungsstrategie durch den Bahnkonzern.

Quelle