Stromausfälle in Mumbai: Landtag fordert dringende Lösungen von BEST
Im Maharashtra-Landtag kam es am Dienstag zu einer hitzigen Debatte über die häufigen Stromausfälle in Mumbai. Abgeordnete äußerten Besorgnis, da die Stadt immer wieder mit Stromunterbrechungen zu kämpfen hat – in einigen Vierteln gehören Stromausfälle mittlerweile fast zur Tagesordnung. Die Situation zog scharfe Kritik von Seiten der Parlamentarier nach sich, sogar der Landtagspräsident selbst meldete sich zu Wort.
Landtagspräsident Rahul Narwekar eröffnete die Diskussion, indem er den städtischen Energieversorger BEST für die unzuverlässige Stromversorgung zur Verantwortung zog. Er erklärte, das Unternehmen habe seine Pflicht, eine unterbrechungsfreie Stromversorgung zu gewährleisten, „vollständig versagt“. Narwekar kündigte ein hochrangiges Treffen an, um das Problem zu erörtern und einen langfristigen Aktionsplan zu erarbeiten.
Ein Folgetreffen mit zuständigen Beamten wurde für Mittwoch angesetzt. Ziel war es, die Lage zu bewerten und sowohl kurzfristige als auch nachhaltige Lösungen zu entwickeln. BEST reagierte mit der Bekanntgabe von drei neuen Standorten für Umspannwerke, um die Belastung des bestehenden Netzes zu verringern und die Versorgungssicherheit zu erhöhen.
Die Landesregierung führte die Stromausfälle auf einen drastischen Anstieg der Nachfrage und ein überlastetes Verteilernetz zurück. Mumbai verzeichnete im Mai und Juni die höchsten Temperaturen seit 57 Jahren, was den Strombedarf auf Rekordniveau trieb. Die veraltete Infrastruktur kam unter der Belastung an ihre Grenzen und brach immer wieder zusammen.
Ajay Chaudhary, Abgeordneter der Shiv Sena (UBT), wies darauf hin, dass Stromausfälle in den vergangenen zwei Jahren zu einem Dauerproblem geworden seien. Besonders kritisch sah er den Einsatz provisorischer Jumper-Verbindungen im Süden Mumbais. Unterdessen gab BEST bekannt, dass die Einstellung von 719 neuen Mitarbeitern im Gange sei – fast 150 seien bereits eingestellt worden, um die Krise zu bewältigen.
BEST unternimmt nun Schritte, um das Netz durch zusätzliche Umspannwerke und Personalaufstockung zu stärken. Die Landesregierung räumte ein, dass Extremwetter und die gestiegene Nachfrage eine zentrale Rolle bei den Ausfällen spielen. Beamte arbeiten derzeit an Lösungen, um weitere Störungen in der Stromversorgung der Stadt zu verhindern.
