Streit um Solinger Kreisverkehr: Ohligser Werbegemeinschaft wird ausgeschlossen
Julian KleinStreit um Solinger Kreisverkehr: Ohligser Werbegemeinschaft wird ausgeschlossen
Die Pläne zur Umgestaltung des doppelten Kreisverkehrs in Ohligs haben in Solingen für Kontroversen gesorgt. Die Ohligser Werbegemeinschaft (OWG) durfte trotz Forderungen der Bürgergemeinschaft für Solingen (BfS), ihre Position zu Gehör zu bringen, auf einer Bezirksratssitzung nicht sprechen. Kritiker werfen dem Gremium vor, damit gängige Verfahren missachtet und zentrale Bedenken ignoriert zu haben.
Die BfS lehnt die Neugestaltung des Kreisverkehrs von Anfang an entschieden ab. Sie wirft dem Vorhaben vor, Alternativen wie "mobile Begrünung" auf wasserdurchlässigen Flächen nicht ausreichend geprüft zu haben. Michael Bender, Bezirksvertreter der BfS, unterstützte die Einwände der OWG und kritisierte scharf, dass eine Unterbrechung der Sitzung zur Diskussion verweigert wurde.
Die OWG hatte gehofft, sich direkt an den Bezirksrat wenden zu können, doch ihr Antrag wurde abgelehnt. Normalerweise gestatten die Solinger Bezirksräte betroffenen Gruppen, ihre Standpunkte vorzutragen. Diesmal blieb die Perspektive der OWG jedoch vollständig unberücksichtigt.
Andere Fraktionen im Bezirksrat befürworten hingegen die Umgestaltung – obwohl damit eine zentrale Attraktion des Ohligser Dorffests wegfällt. Die Entscheidung, ohne die Einbindung der OWG voranzuschreiten, hat bei lokalen Unternehmen und Anwohnern die Verärgerung weiter verstärkt.
Mit der Zustimmung des Bezirksrats zum Kreisverkehr-Umbau geht das Vorhaben nun ohne die Mitwirkung der OWG voran. Der Verlust einer Festattraktion und die ungeklärten Fragen zu Begrünungsoptionen bleiben weiterhin offen. Die BfS fordert weiterhin eine Überprüfung des Verfahrens.






