StreetScooter vor ungewisser Zukunft: Wird die E-Lieferwagen-Marke wiederbelebt?
Julian KleinStreetScooter vor ungewisser Zukunft: Wird die E-Lieferwagen-Marke wiederbelebt?
Die Zukunft von StreetScooter bleibt ungewiss, nachdem die Produktion des Modells Work XL Ende 2019 eingestellt wurde. Die Marke, die einst von der Deutschen Post und Ford unterstützt wurde, steht nun vor neuen Herausforderungen, nachdem sich Ford auf seinen eigenen elektrischen Transit-Lieferwagen konzentriert. Gleichzeitig gibt es Berichte über Bemühungen, das Unternehmen wiederzubeleben – angeführt von einem der ursprünglichen Gründer.
Die Produktion des StreetScooter Work XL war gestoppt worden, nachdem die Deutsche Post lediglich 2.500 Einheiten bestellt hatte – deutlich weniger als das ursprüngliche Ziel von 3.500 Stück pro Jahr. Sowohl das XL-Modell als auch die Lastenräder sind inzwischen von der Website des Unternehmens verschwunden, was ihre Zukunft unklar macht.
Ford hatte das Projekt zuvor unterstützt und 180 Mitarbeiter zur Produktionshilfe abgestellt. Diese sind jedoch mittlerweile in ihre ursprünglichen Positionen zurückgekehrt oder arbeiten nun im Homeoffice. Verhandlungen über eine Fortsetzung der Partnerschaft haben nicht stattgefunden, da Ford kürzlich seinen eigenen vollelektrischen Transit für den US-Markt vorgestellt hat, der später auch für Europa angepasst werden könnte.
In Düsseldorf hinterfragte die Partei Bündnis 90/Die Grünen die Landesregierung zu finanziellen Hilfen für eine Tochtergesellschaft von StreetScooter. Unterdessen prüft Prof. Schuh, einer der Mitgründer, Möglichkeiten, die Marke wiederzubeleben. Ein Vorschlag sieht vor, die Produktion in die Werke von e.GO in Aachen zu integrieren.
StreetScooters anfängliche Stärke lag in der Zusammenarbeit mit einem großen Automobilhersteller wie Ford, der wertvolles Produktions-Know-how einbrachte. Doch da Ford nun seinen eigenen elektrischen Lieferwagen vorantreibt, bleibt der weitere Weg der Marke ungewiss.
Der Produktionsstopp des StreetScooter Work XL und Fords Fokus auf den eigenen E-Transit haben die Zukunft der Marke in der Schwebe gelassen. Zwar werden Pläne zur Wiederbelebung diskutiert, doch die nächsten Schritte des Unternehmens hängen davon ab, neue Partnerschaften oder Produktionslösungen zu finden. Das Schicksal der Lastenräder und der verbleibenden Modelle bleibt vorerst ungeklärt.






