Spritpreise explodieren: Regierung greift mit Notfallplan ein
Spritpreise in Deutschland schnellen im März 2026 stark in die Höhe – die steigenden Kosten belasten Unternehmen und Pendler gleichermaßen. Die Bundesregierung reagiert nun mit Notfallmaßnahmen, um die Preisspirale zu bremsen und die betroffenen Branchen zu entlasten.
Besonders hart trifft der Preisanstieg Speditionen, Reisebusunternehmen, Fahrschulen und Vielfahrer. Claudia Jansweidt-Hermann, Inhaberin eines Reisebusunternehmens, hat ihre Preisplanung für 2027 bereits eingefroren – die explodierenden Dieselkosten lassen ihr keine andere Wahl. Auch Lars Rauer, Betreiber einer Fahrschule, steht vor ähnlichen Problemen: Spielraum zur Kostensenkung gibt es kaum, weshalb er die Gebühren für Fahranfänger erhöhen muss, um die Mehrbelastung auszugleichen.
Als Gegenmaßnahme hat die Regierung einen Entwurf für ein befristetes Gesetz vorgelegt, das übermäßige Preissprünge an der Zapfsäule eindämmen soll. Demnach dürfen Tankstellen künftig ihre Preise nur noch einmal täglich – und zwar mittags – anheben. Senkungen sind hingegen jederzeit möglich. Unternehmen, die gegen diese Regelung verstoßen, müssen mit Bußgeldern von bis zu 100.000 Euro rechnen.
Ein Krisenstab der Regierung traf sich am Montag zum zweiten Mal, um die Maßnahmen final abzustimmen. Ziel ist es, das Gesetz im Eiltempo auf den Weg zu bringen, damit es noch vor Ostern in Kraft tritt und schnelle Entlastung für gebeutelte Branchen und Autofahrer bringt. Von der Preiskrise unberührt bleiben dagegen Nutzer von Elektroautos und Zugreisende.
Das geplante Gesetz richtet sich gezielt gegen Ölkonzerne und Tankstellenbetreiber, um überzogene Preiserhöhungen zu verhindern. Bei Verabschiedung würde es strengere Kontrollen einführen, während Preissenkungen weiterhin flexibel möglich bleiben. Die Initiative folgt auf wachsende Klagen von Unternehmen und Fahrern, die unter der finanziellen Belastung durch die steigenden Spritkosten ächzen.






