SPD-Politiker kämpft gegen höhere Altersgrenze für Feuerwehrleute in NRW
Amelie FrankeSPD-Politiker kämpft gegen höhere Altersgrenze für Feuerwehrleute in NRW
SPD-Abgeordneter Ingo Schäfer hat die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen aufgefordert, das Renteneintrittsalter für Feuerwehrleute bei 60 Jahren zu belassen. In einem am Donnerstag versandten Schreiben forderte er die Verantwortlichen auf, Pläne zur Anhebung auf 61 abzulehnen. Schäfer verwies dabei auf die körperliche Belastung und die in den letzten Jahrzehnten deutlich gestiegene Arbeitsdichte im Feuerwehrdienst.
Der Brief richtete sich an Ministerpräsident Hendrik Wüst, stellvertretende Ministerpräsidentin Mona Neubaur sowie Innenminister Herbert Reul. Schäfer, der im Bundestag für das Zivilschutzrecht zuständig ist, betonte, dass die aktuelle Altersgrenze den extremen Anforderungen des Berufs Rechnung trage. Allein in den vergangenen 20 Jahren hätten Feuerwehrkräfte in NRW einen starken Anstieg an Einsätzen verzeichnet – von Notfallrettungen bis hin zu Frontaufgaben während der Pandemie.
Er bestand darauf, die 60-Jahre-Grenze für aktive Einsatzkräfte beizubehalten. Zur Untermauerung seiner Forderung verwies Schäfer auf Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz, wo das Renteneintrittsalter entweder gleich geblieben oder sogar gesenkt worden sei. Zudem forderte er die Landesregierung auf, Überstundenstatistiken und unbesetzte Stellen in den Feuerwehren genauer zu prüfen.
Für ein realistisches Bild lud Schäfer die Politik ein, Städte wie Remscheid, Solingen oder Wuppertal zu besuchen. Vor Ort könnten die Verantwortlichen selbst erleben, welchen Belastungen Feuerwehrleute täglich ausgesetzt sind.
Die Landesregierung sieht sich nun mit dem Appell konfrontiert, ihre Pläne zu überdenken. Schäfers Schreiben unterstreicht die Notwendigkeit, Feuerwehrkräfte vor übermäßiger körperlicher Belastung zu schützen. Eine Entscheidung würde Tausende Beschäftigte in ganz NRW betreffen.






