Solingens prägender Oberbürgermeister Franz Haug ist tot
Franz Haug, langjähriger Oberbürgermeister und Kulturförderer der Stadt Solingen, ist verstorben. Geboren am 25. Januar 1942 in Hervetsweiler im oberschwäbischen Allgäu, prägte er mit seinem Wirken maßgeblich die Zukunft der Stadt. Sein Engagement hinterließ bleibende Spuren in der lokalen Politik und der kulturellen Entwicklung.
Haug studierte Rechtswissenschaften und Politikwissenschaft an den Universitäten Tübingen und Köln. Nach seinem Studium arbeitete er ab 1973 als Rechtsanwalt in Remscheid. Seine politische Laufbahn begann 1975 mit der Wahl in den Solinger Stadtrat.
1994 übernahm er den Vorsitz der CDU-Fraktion. Fünf Jahre später schrieb er 1999 Geschichte, als er zum ersten direkt gewählten Oberbürgermeister Solingens gewählt wurde – mit einem überzeugenden Ergebnis von 59,3 Prozent der Stimmen. Seine Beliebtheit blieb ungebrochen, und 2004 wurde er bereits im ersten Wahlgang wiedergewählt.
Besonders bekannt war Haug für sein unermüdliches Engagement, Solingen als kulturelles Zentrum zu etablieren. Er spielte eine Schlüsselrolle bei der Gründung der Bergischen Entwicklungsagentur und der Bergischen Volkshochschule. Zudem lenkte er rund drei Viertel der Landesmittel für die Regionale 2006 in die Stadt und stärkte so kulturelle und wirtschaftliche Projekte.
Haugs Vermächtnis umfasst bedeutende Beiträge zur Entwicklung Solingens als kulturelles und politisches Zentrum. Seine Initiativen in Bildung, Stadtentwicklung und lokaler Verwaltung prägten die Stadt über Jahrzehnte. Die Wirkung seines Schaffens ist bis heute in aktiven Einrichtungen und Projekten spürbar.






