25 April 2026, 20:18

Solingens Gewerbeflächenmangel verschärft sich durch umstrittene Umwidmung des Buschfelds

Ein detaillierter Stadtplan mit einem zentralen grünen Bereich, der für die geplante Entwicklung markiert ist, umgeben von Straßen, Gebäuden und Sehenswürdigkeiten.

Solingens Gewerbeflächenmangel verschärft sich durch umstrittene Umwidmung des Buschfelds

Solingen steht vor wachsendem Gewerbeflächenmangel nach Plänen zur Umwidmung des Buschfeld-Geländes in Grünfläche

Die von Baubürgermeister Budde vorangetriebene Umwandlung des Buschfeld-Areals in eine Grün- und Agrarfläche würde eine zentrale Fläche für die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt streichen. Kritiker warnen, dass dieser Schritt die ohnehin angespannte Haushaltslage Solingens weiter verschärfen und die Zukunftsperspektiven einengen könnte.

Ursprünglich war das Buschfeld-Gelände im Flächennutzungsplan der Stadt als potenzielles Gewerbegebiet ausgewiesen. Nun soll es in Grünfläche und Ackerland umgewidmet werden. Diese Änderung würde das bestehende Defizit von 32 Hektar um weitere 17 Hektar vergrößern – die Gesamtlücke beläuft sich dann auf 49 Hektar.

Die Freie Demokratische Partei (FDP) lehnt die Entscheidung scharf ab und bezeichnet sie als direkte Gefahr für die wirtschaftliche Zukunft Solingens. Ohne Ersatzflächen werde die Stadt kaum neue Unternehmen anziehen oder bestehende Arbeitsplätze sichern können, so die Partei. Zudem drohten sinkende Gewerbesteuereinnahmen – eine wichtige Einnahmequelle –, was den ohnehin hoch verschuldeten Haushalt zusätzlich belasten würde.

Die FDP fordert Baubürgermeister Budde auf, seine einseitige Entscheidung zurückzunehmen und eine überzeugende Begründung vorzulegen. Gleichzeitig kritisiert die Partei die Abhängigkeit der Stadt von Bundes- und Landesmitteln: Die lokalen Verantwortlichen unternähmen zu wenig, um Solingens finanzielle Eigenständigkeit zu stärken. Die Liberalen warnen, dass die Nachhaltigkeitsstrategie der Stadt – die bis 2030 eine vollständige Versiegelungsneutralität vorsieht – ohne verfügbare Gewerbeflächen nach hinten losgehen könnte, indem sie wirtschaftliche Aktivitäten erstickt.

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Durch die Streichung des Buschfelds als Gewbestandort würde sich das Flächendefizit in Solingen auf 49 Hektar erhöhen. Die FDP besteht darauf, die Entscheidung zu überprüfen, um weitere wirtschaftliche Belastungen zu vermeiden. Ohne Kurskorrektur riskiert die Stadt, Investitionen zu verlieren und ihre finanzielle Lage weiter zu verschlechtern.

Quelle