Solingen stoppt umstrittene Radweg-Pläne nach massivem Widerstand im Bezirksrat
Felix HoffmannSolingen stoppt umstrittene Radweg-Pläne nach massivem Widerstand im Bezirksrat
Ein umstrittenes Radverkehrsvorhaben in Solingen wurde nach massivem Widerstand lokaler Fraktionen fallen gelassen. Der Plan, Radfahrern auf der Sauerbreystraße das Fahren gegen die Einbahnstraße zu erlauben, wurde nach einer gescheiterten Abstimmung im Bezirksrat zurückgezogen. Kritiker warfen der Verwaltung vor, grüne Ideologie ohne Rücksicht auf Sicherheitsrisiken durchsetzen zu wollen.
Der Streit entbrannte, als die Stadtverwaltung die Radverkehrsregelung in das umfassendere Sanierungsprojekt „Ohligs Ost“ aufnahm. Während der Planungsausschuss die übrigen Sanierungsmaßnahmen billigte, strich er die umstrittene Radweg-Regelung.
Widerstand kam von den Fraktionen BfS/ABI, FDP und CDU. Sie argumentierten, dass das Freigeben der Einbahnstraße für Radfahrer in Gegenrichtung auf der Sauerbreystraße konkrete Gefahren berge. Das BfS-Mitglied Michael Bender warnte, dass die Verantwortung für künftige Unfälle bei der Verwaltung und ihren „ideologischen Unterstützern“ läge.
Jan Michael Lange, ein weiterer Kritiker, behauptete, die Verwaltung setze blind grüne Politik um. Er warf den Beamten vor, abweichende Meinungen zu ignorieren und alles zu blockieren, was nicht in ihr Konzept passe. Die BfS/ABI-Fraktion warnte zudem, der Ansatz der Stadt berge das Risiko vermeidbarer Unfälle.
Das Radverkehrsvorhaben wurde nun auf Eis gelegt, während das Sanierungsprojekt ohne diese Maßnahme voranschreitet. Sicherheitsbedenken und politischer Widerstand zwangen die Verwaltung zum Rückzug. Die Debatte zeigt die anhaltenden Spannungen in der Verkehrspolitik des Bezirks auf.






