30 April 2026, 06:18

Solingen stoppt Außengastronomie in Düsseldorfer Straße – FDP fordert Kompromisse für betroffene Restaurants

Stadtstraße mit Fahrzeugen, eine Fußgängerbrücke mit Menschen, Strommasten, Gebäude und ein bewölkter Himmel.

Solingen stoppt Außengastronomie in Düsseldorfer Straße – FDP fordert Kompromisse für betroffene Restaurants

Gastronomie unter freiem Himmel in der Düsseldorfer Straße in Solingen abrupt beendet – FDP fordert Lösungen

In der Düsseldorfer Straße in Solingen ist der Außengastronomie-Betrieb jäh zum Erliegen gekommen, denn die Bauarbeiten haben begonnen. Die Sondergenehmigung, die Restaurants das Aufstellen von Tischen, Stühlen und Sonnenschirmen erlaubte, lief am 15. Januar 2023 aus – für die Betriebe fällt damit eine wichtige Einnahmequelle weg. Der lokale FDP-Politiker Robert Weindl hat nun Bedenken gegen das pauschale Verbot geäußert und warnt vor den Folgen für die ohnehin schon kämpfenden Gastronomiebetriebe.

Das städtische Bauprojekt erfordert, dass sämtliche Außenmöbel aus der gesamten Fußgängerzone entfernt werden. Die Behörden haben mitgeteilt, dass vor Abschluss der Arbeiten keine neuen Genehmigungen erteilt werden. Für die Restaurants kommt diese Zwangspause zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt: Gerade jetzt, wo die wärmeren Monate bevorstehen, in denen die Nachfrage nach Plätzen im Freien am größten ist.

Weindl, der für die FDP im Ausschuss für Stadtentwicklung sitzt, hinterfragt die Notwendigkeit eines vollständigen Verbots für die gesamte Straße über die gesamte Bauzeit hinweg. Er räumt ein, dass Bauarbeiten unvermeidlich zu Einschränkungen führen, plädiert jedoch dafür, nach Alternativen zu suchen. Seine Vorschläge umfassen temporäre, lokal begrenzte Lösungen – etwa die Freigabe von Außengastronomie nur an Wochenenden oder die Umnutzung benachbarter Parkflächen, um den Wirten zusätzlichen Raum zu bieten.

Die FDP plant, in der nächsten Ausschusssitzung einen offiziellen Antrag einzubringen, der flexiblere Regelungen fordert. Zwar unterstützt die Partei den stufenweisen Ansatz der Stadt und die verkürzte Bauzeit, doch Weindl hält ein vollständiges Verbot der Außenbestuhlung für unverhältnismäßig hart. Viele Restaurants, die sich noch immer von den Pandemie-Verlusten erholen, sehen sich nun mit weiteren finanziellen Belastungen konfrontiert – just in dem Moment, in dem sie auf die Umsätze aus der Frühlings- und Sommersaison angewiesen sind.

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Weindl schlägt vor, dass bereits kleine Anpassungen – etwa die Zulassung begrenzter Außenbereiche in weniger betroffenen Abschnitten – die Last für die Betriebe verringern könnten. Der FDP-Antrag wird die Stadt auffordern, ihre pauschale Regelung zu überdenken und stattdessen praktikable Kompromisse zu finden.

Der Vorschlag der FDP wird in der kommenden Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung beraten. Falls er angenommen wird, könnten vorübergehende Maßnahmen den Weg für eine teilweise Wiederaufnahme der Außengastronomie während der Bauphase ebnen. Bis dahin müssen die Betriebe entlang der Düsseldorfer Straße abwarten, bis die Arbeiten abgeschlossen sind, bevor sie neue Genehmigungen beantragen können.

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