Solingen: SPD und CDU streiten über Personalplanung und Arbeitsplatzsicherheit im Stadtrat
Elias KochSolingen: SPD und CDU streiten über Personalplanung und Arbeitsplatzsicherheit im Stadtrat
In Solingens Stadtrat ist ein Streit über Personalplanung und Arbeitsplatzsicherheit entbrannt. SPD und CDU liegen im Clinch über Pläne, die Marketingabteilung zu verkleinern, während gleichzeitig das Ordnungsamt ausgebaut werden soll. Die SPD-Fraktionsvorsitzende Iris Preuß-Buchholz warf der CDU vor, die Beschäftigten unfair ins Visier zu nehmen.
Die CDU drängt auf sechs neue Stellen im Ordnungsamt, schlug jedoch gleichzeitig Kürzungen im Stadtmarketing vor. Preuß-Buchholz kritisierte diesen Schritt scharf und argumentierte, die CDU reduziere die Arbeit des Marketingteams fälschlicherweise auf bloße Selbstdarstellung des Oberbürgermeisters.
Zudem hinterfragte sie das Lob der CDU für das Ordnungsamt und wies darauf hin, dass einige der Aufgaben eigentlich in den Zuständigkeitsbereich der nordrhein-westfälischen Polizei fielen. Die SPD-Fraktion betonte unterdessen die Notwendigkeit, Arbeitsplätze zu schützen – insbesondere in Bereichen, in denen Fachkräfte dringend gesucht werden.
Die Sozialdemokraten forderten darüber hinaus langfristige Lösungen, um die hohen Standards in den kommunalen Dienstleistungen zu halten. Preuß-Buchholz warnte, politische Angriffe auf den Oberbürgermeister dürften nicht zu Lasten der Rathausmitarbeiter gehen, die ihrer Meinung nach unverschuldet zwischen die Fronten geraten seien.
Die Debatte zeigt die Spannungen bei den Personalprioritäten der Solinger Verwaltung auf. Während die SPD Arbeitsplätze und Servicequalität sichern will, setzt die CDU auf eine Umstrukturierung bestimmter Ämter. Der Rat muss nun in den kommenden Beratungen eine Lösung für die widerstreitenden Vorschläge finden.






