Solingen setzt auf Solarenergie statt Windkraft – FDP plant Freiflächen-Photovoltaik
Amelie FrankeSolingen setzt auf Solarenergie statt Windkraft – FDP plant Freiflächen-Photovoltaik
Solingen wird einer aktuellen Studie des Landes Nordrhein-Westfalen zufolge voraussichtlich kein bedeutender Standort für Windenergie werden. Stattdessen könnte die Energiewende der Stadt auf den Ausbau der Solarenergie setzen. Die Freien Demokraten (FDP) haben nun eine detaillierte Prüfung von Freiflächen-Photovoltaikanlagen (PV) vorgeschlagen, um die Kapazitäten für erneuerbare Energien zu steigern.
Die FDP fordert die Stadtverwaltung auf, geeignete Standorte für bodennah installierte Solaranlagen zu ermitteln. Ihr Vorschlag umfasst auch Doppelnutzungskonzepte wie Agri-Photovoltaik – bei der unter den Modulen Landwirtschaft betrieben wird – oder Solarüberdachungen für Parkplätze und Wege. Denkbar wären zudem Installationen auf Schulhöfen und anderen kommunalen Freiflächen.
An besonders sonnenreichen Tagen produzieren die Solaranlagen in Solingen bereits mehr Strom, als das lokale Netz aufnehmen kann. Um Überschüsse nicht zu verschwenden, schlägt die FDP vor, den überschüssigen Strom für Elektrolyse zu nutzen und in grünen Wasserstoff umzuwandeln, der gespeichert werden kann. Die Partei verweist zudem auf mögliche finanzielle Vorteile, da Solaranlagen durch Stromverkäufe oder Flächenverpachtung Einnahmen generieren könnten.
Der Vorstoß für Freiflächen-PV erfolgt vor dem Hintergrund, dass sich die Region Bergisches Land zunehmend von der Wind- zur Solarenergie orientiert. Die FDP will Planungs- und Genehmigungsverfahren beschleunigen, um den Solarausbau zügiger voranzutreiben.
Würde der FDP-Plan umgesetzt, könnte Solingen seinen Energiebedarf stärker durch Solarstrom decken. Die Stadt könnte eigene Flächen für die Anlagen nutzen und gleichzeitig Lösungen für die Speicherung von Überschussstrom erforschen. Zudem böte das Vorhaben eine mögliche Einnahmequelle für den städtischen Haushalt.






