02 April 2026, 16:20

Solingen scheitert am Mobilitätskonzept – Bürgergemeinschaft blockiert Verkehrsreformen

Eine Stadtstraße mit einem geparkten Fahrrad, fahrenden Fahrzeugen, Fußgängern auf dem Gehweg, Versorgungsmasten, Verkehrsampeln, Straßenschildern, Bäumen, Gebäuden mit Fenstern und einem klaren blauen Himmel.

Solingen scheitert am Mobilitätskonzept – Bürgergemeinschaft blockiert Verkehrsreformen

Die Bürgergemeinschaft für Solingen (BfS) hat das Integrierte Mobilitätskonzept der Stadt in seiner aktuellen Fassung abgelehnt. Die Entscheidung unterstreicht die anhaltenden Konflikte um die Verkehrsplanung, insbesondere im Stadtteil Ohligs / Aufderhöhe / Merscheid. Zu den zentralen Streitpunkten zählen ungelöste Überschneidungen an der Merscheider Straße und der Beethovenstraße sowie Verzögerungen bei geplanten Knotenpunktverbesserungen.

Die BfS begründete ihre Ablehnung damit, dass das Konzept nicht mit früheren Beschlüssen des Bezirksrats vereinbar sei – vor allem mit jenen, die auf eine Entlastung des Verkehrs in Aufderhöhe abzielten. Statt neuer Lösungen entschied sich die Partei, bestehende Straßen formal zu Hauptverkehrsadern zu erklären, was für die Anwohner keine Veränderung der aktuellen Situation bedeutet. Ein vorgeschlagener Fahrradstreifen, der parallel zu diesen Straßen verlaufen sollte, hätte Konflikte entschärfen können, ohne den ÖPNV zu beeinträchtigen oder Parkplätze zu streichen. Doch dieser Vorschlag wurde zugunsten von Sparmaßnahmen verworfen.

Die Grünen hatten angeregt, die Nutzung von Garagen zu überprüfen, um das Parkplatzchaos auf den Straßen zu verringern. Die BfS blockierte dies jedoch mit Verweis auf das Eigentumsrecht. Gleichzeitig wurden die Pläne für den Knotenpunkt Bonner Straße – eine wichtige Verbindung für den Elekroverkehr entlang der Viehbachtalstraße – aufgrund politischer Uneinigkeit auf unbestimmte Zeit verschoben.

Aus dem jüngsten Bezirksratsbeschluss sind keine konkreten Schritte zur Verkehrsentlastung in Aufderhöhe hervorgegangen. Zudem kritisierte die BfS, dass das Konzept die praktischen Gegebenheiten ignoriere und so die Bemühungen um eine bessere Mobilität in der Region zusätzlich erschwere.

Mit der Ablehnung des Integrierten Mobilitätskonzepts bleiben Solingens Verkehrsprobleme ungelöst. Die Merscheider Straße und die Beethovenstraße bleiben unverändert, während Knotenpunktmodernisierungen und Parkplatzlösungen auf Eis liegen. Die Anwohner in den betroffenen Vierteln müssen damit vorerst weiter mit denselben Staus und Engpässen leben.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones
Quelle