Solingen schafft flexiblen Jura-Studiengang für Spitzensportler ab 2023
Julian KleinSolingen schafft flexiblen Jura-Studiengang für Spitzensportler ab 2023
Solingen startet Initiative: Spitzensportler sollen Studium und Karriere besser vereinen
Ab 2023 unterstützt eine neue Initiative in Solingen Spitzensportler dabei, Leistungssport und akademische Ausbildung unter einen Hut zu bringen. Stadt und Landesregierung bieten gemeinsam einen maßgeschneiderten Bachelor-Studiengang der Rechtswissenschaften an. Das Programm richtet sich an Athleten, die Schwierigkeiten haben, ihr Studium mit Trainingslagern und Wettkämpfen zu vereinbaren.
Die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen setzt sich seit Längerem dafür ein, dass Städte Doppelkarrieren im Spitzensport fördern. Solingens Antwort darauf ist ein flexibler Studiengang an der Hochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung. Die Studierenden können ihr Jurastudium auf fünf Jahre strecken und so ihr Arbeitspensum an Trainingspläne und Wettkampftermine anpassen.
Voraussetzung für die Teilnahme sind die allgemeine Hochschulreife oder ein gleichwertiger Abschluss sowie die Zugehörigkeit zu einem Bundes- oder Landeskader. Auch Paralympics-Athleten werden in das Programm einbezogen, um die Zugangsmöglichkeiten zu erweitern. Staatssekretärin Andrea Milz und Oberbürgermeister Tim Kurzbach besiegelten die Zusammenarbeit mit der Unterzeichnung einer Kooperationsvereinbarung.
Ab 2023 ermöglicht das Programm Spitzensportlern einen strukturierten Weg zum juristischen Abschluss. Individuelle Studienpläne und verlängerte Studienzeiten sollen den Druck mindern, der durch die Doppelbelastung von Hochleistungssport und akademischer Laufbahn entsteht. Sowohl nationale als auch paralympische Athleten erhalten damit eine klarere Perspektive auf berufliche Qualifikationen.






