Solingen gründet Armuts-Büro für schnelle Hilfe zwischen den Konferenzen
Amelie FrankeSolingen gründet Armuts-Büro für schnelle Hilfe zwischen den Konferenzen
Neues Büro der Armutskonferenz in Solingen gestartet – Kampf gegen Armut zwischen den jährlichen Treffen
In Solingen hat ein neues Büro der Armutskonferenz seine Arbeit aufgenommen, um die Bekämpfung von Armut auch zwischen den jährlichen Fachkonferenzen voranzutreiben. Die Initiative vereint Expertinnen und Experten, lokale Gruppen sowie Vertreter der Stadtverwaltung, um schneller handlungsfähig zu sein. Das erste Treffen fand im Mehrgenerationenhaus an der Van-Meenen-Straße statt.
Das Büro entstand, um die Dynamik der ersten Solinger Armutskonferenz aufrechtzuerhalten, an der rund 70 Fachleute aus verschiedenen Bereichen teilgenommen hatten. Anders als politische Gremien agiert diese Gruppe als zivilgesellschaftliches Projekt und setzt auf praktische Lösungen statt auf Debatten über politische Rahmenbedingungen.
Zum Kernteam gehören Vertreter des Sozialausschusses, der Arbeitslosen- und Obdachlosenhilfe, von Migrantenorganisationen sowie weiteren lokalen Initiativen. Viele Mitglieder kennen die Herausforderungen benachteiligter Bürgerinnen und Bürger aus eigener Erfahrung. Ihr Ziel ist es, Entscheidungsprozesse zu beschleunigen und eine Datenbank mit vorhandenen Hilfsangeboten aufzubauen.
Als Sprecher des Büros wurde Horst Koss, Vorsitzender des Sozialausschusses, gewählt. Auch die Stadtverwaltung ist eingebunden: Jan Welzel, Sozialdezernent, und Heike Auer aus der Strategischen Planung unterstützen die Arbeit. Künftig sollen alle vier Wochen Treffen stattfinden, um Maßnahmen für Bedürftige zügig umzusetzen.
Das Büro will konkrete Projekte entwickeln und den Zugang zu Hilfsangeboten für betroffene Bürger verbessern. Durch die Arbeit außerhalb formaler politischer Strukturen strebt die Gruppe an, schneller auf armutsrelevante Probleme zu reagieren. Regelmäßige Treffen und eine gemeinsame Datenbank sollen die weiteren Bemühungen stärken.






