Solingen bremst E-Mobilität: 23 neue Dieselbusse statt Oberleitungsfahrzeuge
Elias KochSolingen bremst E-Mobilität: 23 neue Dieselbusse statt Oberleitungsfahrzeuge
Solingen hat seine Pläne zur vollständigen Elektrifizierung der Busflotte zurückgestuft. Der Stadtrat genehmigte kürzlich den Kauf von 23 neuen Dieselbussen anstelle von elektrischen Oberleitungsbussen. Mit diesem Schritt sollen kurzfristig Kosten eingespart werden, doch er stellt eine Abkehr von den früheren ambitionierten Zielen dar.
Ursprünglich war vorgesehen, den gesamten Busverkehr auf batteriebetriebene Fahrzeuge (BOB) umzustellen. Aktuell sind 24 Batterie-Elektrobusse bestellt, die 2026 in Betrieb gehen sollen. Für weitere elektrische Busse stehen jedoch derzeit keine Mittel zur Verfügung.
Der städtische Verkehrsbetrieb, die Stadtwerke Solingen, setzt insgesamt 110 Fahrzeuge ein. Davon sind 59 Oberleitungsbusse, die bereits 76 Prozent aller Betriebskilometer abdecken. Diese vom niederländischen Hersteller Solaris gebauten Fahrzeuge sind teurer als herkömmliche Batterie-Elektrobusse.
Durch den nun beschlossenen Kauf von Dieselbussen erhofft sich die Stadt bis zum Haushaltsjahr 2028/29 Einsparungen von fast sechs Millionen Euro. Trotz dieser Änderung betonen Verantwortliche, dass Solingen bei der Elektrifizierung weiterhin gut vorankommt.
Der Beschluss wurde am 20. Februar formal vom Stadtrat gebilligt. Er stellt eine vorübergehende Anpassung dar und kein endgültiges Aufgeben der Elektrifizierungspläne. Der Kauf der Dieselbusse senkt zwar die unmittelbaren Ausgaben, verzögert aber die vollständige Umstellung. Die für 2026 geplanten 24 Batterie-Elektrobusse werden dennoch wie vorgesehen angeschafft. Bis auf Weiteres wird die Stadt auf eine Mischung aus Diesel-, Oberleitungs- und künftigen Batteriebussen setzen.






