Schweizer Kulturschaffende kämpfen um ihr Überleben – Suisseculture schlägt Alarm
Amelie FrankeSchweizer Kulturschaffende kämpfen um ihr Überleben – Suisseculture schlägt Alarm
Schweizer Kulturschaffende am Limit – Suisseculture warnt vor dem Kollaps
Nach Angaben von Suisseculture stehen Schweizer Kulturschaffende unter enormem Druck. Die Organisation warnt, dass jahrelange Instabilität die Branche an den Rand des Zusammenbruchs gebracht habe. Estelle Revaz, Präsidentin von Suisseculture und selbst Cellistin sowie Politikerin, vergleicht die Belastbarkeit der Szene mit einem überdehnten Gummi, das kurz vor dem Reißen steht.
Drei zentrale Bedrohungen belasten laut Suisseculture die Schweizer Kulturlandschaft besonders: die politischen Debatten um das Milliardensparpaket des Bundes, die Verhandlungen zu den Bilateralen Abkommen III sowie die Kürzungen bei der SRG-Finanzierung. Diese Unsicherheiten setzten die professionelle Kulturproduktion massiv unter Druck, so die Organisation.
Um die Krise zu bewältigen, fordert Suisseculture dringende Reformen. Dazu gehören faire Löhne und Honorare für Künstler:innen und Techniker:innen. Zudem müssten soziale Absicherungen – etwa bei Krankheit und Unfällen – garantiert werden. Die Organisation pocht außerdem auf eine bessere Sichtbarkeit von Kulturschaffenden, sowohl in der Schweiz als auch in Europa.
Ein zentraler Vorschlag ist eine stärkere Anbindung an das EU-Programm Kreatives Europa. Suisseculture betont, dass europäische Fördergelder und Netzwerke für das Überleben des Sektors unverzichtbar seien. Ohne diese Verbindungen drohe Schweizer Kulturschaffenden eine noch größere Isolation.
Die Warnungen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem finanzielle und politische Belastungen weiter zunehmen. Nun warten die Betroffenen auf konkrete Maßnahmen, die faire Bezahlung, sozialen Schutz und internationale Unterstützung sichern sollen. Ohne Gegensteuer drohten dem Schweizer Kulturbereich nach Einschätzung der Organisation langfristige Schäden.






