Scarlett Johansson und Jonathan Bailey lösen mit Kuss auf dem roten Teppich Debatten aus
Julian KleinScarlett Johansson und Jonathan Bailey lösen mit Kuss auf dem roten Teppich Debatten aus
Scarlett Johansson und Jonathan Bailey teilten kürzlich einen Kuss auf dem roten Teppich bei der Promotion von Jurassic World: Rebirth. Der Moment löste Diskussionen über platonische Zuneigung in der Öffentlichkeit aus. Bailey verteidigte später die Geste und bezeichnete sie als natürliche Art, Liebe zwischen Freunden zu zeigen.
Der Kuss zwischen Johansson und Bailey ist Teil eines wachsenden Trends in der westlichen Popkultur. In den letzten Jahrzehnten haben sich nicht-sexuelle Küsse auf den Mund unter Freunden – besonders unter Frauen und queeren Communities – von seltenen oder umstrittenen Momenten zu einer weit akzeptierten Praxis gewandelt. Während Filme wie Harry und Sally in den 1980er- und 1990er-Jahren solche Szenen noch als ungewöhnlich darstellten, normalisierten Serien wie Friends und Euphoria sie in den 2010er- und 2020er-Jahren. Bereits 2014 küssten sich Prominente wie Taylor Swift und Selena Gomez öffentlich.
Auch andere Stars zeigen ähnliche Zuneigungsbekundungen. Hannah Waddingham, Gigi Hadid und Madonna haben ihre besten Freundinnen in der Öffentlichkeit geküsst. Cat Deeley teilte sogar einen Geburtstagskuss mit ihrer Freundin Charlie Brear und beschrieb ihn als ein "Freundinnen-Ritual". Die Kommunikations-expertin Judi James erklärt, dass Küsse auf den Mund von fürsorglichem Verhalten stammen und als urtümliche Form der Bindung dienen. Auch bei Primaten gebe es ähnliche Gesten, um soziale Verbindungen zu stärken und Stress abzubauen.
Johanssons Ehemann, Colin Jost, spielte die Aufmerksamkeit herunter und betonte, er sehe in Bailey keine Bedrohung. Bailey selbst wies Kritik zurück und sagte, das Leben sei "zu kurz, um Zuneigung nicht auf verschiedene Weisen auszudrücken".
Der Kuss spiegelt einen größeren kulturellen Wandel wider, wie platonische Liebe zum Ausdruck kommt. Solche Gesten, die einst hinterfragt wurden, sind heute unter Freunden und Prominenten ganz normal. Experten führen sie auf tief verwurzelte soziale Bindungsverhalten zurück, die bei vielen Arten zu beobachten sind.






