19 June 2026, 04:11

Sabotagewelle 2025: 93 Anschläge auf deutsche Verkehrsnetze erschüttern die Sicherheit

100+ Angriffe auf deutsche Infrastruktur im Jahr 2025

Sabotagewelle 2025: 93 Anschläge auf deutsche Verkehrsnetze erschüttern die Sicherheit

Anschläge auf deutsche Verkehrsinfrastruktur nahmen 2025 drastisch zu

Im Jahr 2025 stieg die Zahl gezielter Angriffe auf die deutsche Verkehrsinfrastruktur stark an. Die Behörden verzeichneten 93 Straftaten, die als vorsätzliche Sabotage an Schienen-, Luft- und Seewegen eingestuft wurden. Die Vorfälle führten zu erheblichen Betriebsstörungen und lösten bundesweit Sicherheitsbedenken aus.

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Der erste schwere Zwischenfall ereignete sich am 12. Januar 2025, als ein Güterzug zwischen Essen und Oberhausen entgleiste, nachdem Unbekannte eine Metallklemme auf den Gleisen platziert hatten. Dadurch wurde die führende Achse aus den Schienen gedrückt. Nur wenige Tage später legte ein Brand in einem Kabelkanal im Berliner Bezirk Wuhlheide den Regionalverkehr lahm. Eine linksextremistische Gruppe bekannte sich zu der Störung.

Ende Juli führten zwei Kabelbrände auf der Strecke Duisburg–Düsseldorf zu Sperrungen und Ausfällen im Zugverkehr. Ermittler gingen von vorsätzlicher Sabotage aus. Im August wurden dann Kabel zerstört, die Weichen und Signale in der Nähe des Bahnhofs Coburg steuerten – nur kurz bevor ein US-Militärkonvoi dieselbe Strecke passieren sollte.

Offizielle Statistiken zeigen einen besorgniserregenden Trend: Zwölf Straftaten wurden unter der rechtlichen Kategorie „Agententätigkeit zu Sabotagezwecken“ erfasst – eine Einstufung, die in den beiden Vorjahren nicht vorgekommen war. Die meisten Fälle (37) wurden unter „sonstige Zuordnung“ geführt. Linksextremistische Angriffe machten 18 Fälle aus, rechtsextremistische 10, ausländische Täter 12 und religiös motivierte Straftaten 16.

Die Welle der Sabotageakte beeinträchtigte die Verkehrsnetze schwer und veranlasste die Behörden zu verschärften Sicherheitsmaßnahmen. Die Ermittlungen zu den Vorfällen laufen im Rahmen eines größeren Musters vorsätzlicher Eingriffe in die kritische Infrastruktur weiter. Die Fälle werden weiterhin geprüft, um weitere präventive Schritte einzuleiten.

Quelle