RWE setzt auf Wasserstoff und erneuerbare Energien unter neuer Führung
Julian KleinRWE setzt auf Wasserstoff und erneuerbare Energien unter neuer Führung
RWE hat unter seinem neuen Vorstandsvorsitzenden Markus Krebber, der am 1. Juli 2023 die Führung übernahm, weitreichende Veränderungen angekündigt. Der Energiekonzern plant, in den nächsten fünf Jahren Kraftwerksleistungen von 20 Gigawatt stillzulegen, während Deutschland sich von fossilen Brennstoffen verabschiedet. Gleichzeitig investiert das Unternehmen Milliarden in erneuerbare Energien und Wasserstoffprojekte, um den steigenden Strombedarf zu decken.
Krebber hat Wasserstoff zu einem zentralen Schwerpunkt erklärt und ihn als unverzichtbar für die Industrie bezeichnet. RWE ist bereits an 30 Wasserstoffinitiativen beteiligt und baut gleichzeitig sein Portfolio an grüner Energie aus. Allein im ersten Halbjahr 2023 flossen 2 Milliarden Euro in erneuerbare Energien, weitere 20 Milliarden sind für die kommenden Jahre vorgesehen.
Durch den Ausstieg aus fossilen Energieträgern wird sich der Strombedarf in Deutschland voraussichtlich fast verdoppeln. Dennoch erwartet RWE keine höheren Preise für Verbraucher. Zudem hält das Unternehmen eine Minderheitsbeteiligung an dem österreichischen Energieversorger Kelag als Teil seiner übergeordneten Strategie.
Finanziell rechnet RWE für 2023 mit einem operativen Gewinn von 3 bis 3,5 Milliarden Euro und einem Nettoergebnis von rund 1 Milliarde Euro. Die Umstellung erfolgt im Zuge der beschleunigten Abkehr von Kohle und Gas, wobei alte Kraftwerke durch Wind-, Solar- und Wasserstofflösungen ersetzt werden.
Bis 2028 wird RWE 20 Gigawatt Kapazität vom Netz nehmen, während erneuerbare Energien und Wasserstoff in den Mittelpunkt rücken. Mit dem 20-Milliarden-Investitionsplan will das Unternehmen die künftige Energieversorgung sichern, ohne die Kosten für Haushalte zu erhöhen. Unter Krebbers Führung vollzieht RWE eine entscheidende Wende hin zu sauberer Energie in Deutschland.






