05 June 2026, 18:45

RWE schaltet letzte Steinkohlekraftwerke in Deutschland endgültig ab

Endgültiger Stilllegung von RWE's letzten Steinkohlekraftwerken

RWE schaltet letzte Steinkohlekraftwerke in Deutschland endgültig ab

RWE hat seine letzten beiden Steinkohlekraftwerke in Deutschland endgültig stillgelegt. Das Kraftwerk Westfalen in Hamm und das Werk in Ibbenbüren haben ihren Betrieb eingestellt – damit endet für das Unternehmen die Stromerzeugung aus Steinkohle. Beide Standorte werden künftig keine Kohle mehr zur Stromproduktion verbrennen.

Die Abschaltung erfolgte nach einem regulatorischen Verbot, Strom aus diesen Anlagen zu verkaufen, das im Januar in Kraft trat. Trotz der Stilllegung wurde das Kraftwerk Westfalen während einer sechsmonatigen Bereitschaftsphase noch 13 Mal vorübergehend reaktiviert, um die Netzstabilität zu unterstützen.

Für die endgültige Schließung der beiden Anlagen erhielt RWE eine Entschädigung in Höhe von 216 Millionen Euro. Das Unternehmen plant zudem, den Generator des Kraftwerks Westfalen umzurüsten. Statt Kohle zu verbrennen, soll er künftig als Phasenschiebertransformator zur Spannungsstabilisierung im Stromnetz dienen.

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Über Deutschland hinaus ist RWE weiterhin ein wichtiger Akteur im österreichischen Energiesektor. Das Unternehmen hält eine bedeutende Beteiligung an der Kelag, einem der führenden Energieversorger des Landes. Im Aufsichtsrat von RWE sitzt mit Wolfgang Schüssel zudem Österreichs ehemaliger Bundeskanzler und früherer Vorsitzender der Österreichischen Volkspartei (ÖVP).

Mit der Stilllegung der Kraftwerke Westfalen und Ibbenbüren endet für RWE die Stromerzeugung aus Steinkohle. Der umgerüstete Transformator in Westfalen wird auch künftig ohne Kohle zur Netzstabilität beitragen. Gleichzeitig bleibt das Unternehmen über seine Beteiligung an der Kelag im österreichischen Energiemarkt engagiert.

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